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Reich und allein? Diese Online Marketing-Jungs verdienen mit 1-Mann-Unternehmen Millionen

Mit cleverem Online Marketing können auch Einzelkämpfer Erfolg haben: Wir zeigen, wie Allen Walton und Peter Leeds ohne Mitarbeiter Millionen-Dollar-Unternehmen aufgebaut haben.

Allein zu Haus und trotzdem einige Dollar in der Tasche. (Foto: David)

Allein zu Haus und trotzdem einige Dollar in der Tasche. (Foto: David)


Er ist 27, verkauft Überwachungs- und Abhörgadgets aus seinem Haus in Texas und erwirtschaftet damit siebenstellige Dollar-Beträge im Jahr. Allen Waltons Online-Store ist erst ein Jahr alt und bietet 100 Produkte. Durch cleveres Marketing hat er sich in der Szene aber einen Namen gemacht – und musste jetzt zumindest einen Telefonisten einstellen. Alles andere macht er allein und legt da Wert drauf. Ähnlich gut läuft es bei Peter Leeds, der 41-Jährige betreibt einen kostenpflichtigen Newsletter. Am Ende des Jahres steht auch bei ihm mindestens eine Million Umsatz. Wie schaffen die 1-Mann-Unternehmer das?


„Ich habe keinen besonders guten Abschluss gemacht“, sagt Allen Walton. Stattdessen habe er vor dem Start seines Business in einem Überwachungskamera-Store für 11 Dollar die Stunde gearbeitet. Hier lernt er das Geschäft kennen und baut nebenher seinen Online-Shop auf. Denn noch nie war es so einfach wie jetzt, 1-Mann-Unternehmen aufzubauen. Leider hängt Deutschland diesem Trend etwas hinterher: Hierzulande verdienen gerade vier Prozent der sogenannten Solo-Selbstständigen 5.000 Euro oder mehr im Monat (Nettoeinkommen). Dabei zählen aber auch Berufe wie Hausmeister in diese Kategorie, die häufig nicht gut bezahlt sind. Die USA sind wie so oft etwas weiter. Über 30.000 Solo-Selbstständige machen zwischen einer Million und 2,5 Millionen US-Dollar an Umsatz, 332 verdienen fünf Millionen oder mehr. Der größte Triebfaktor ist das Internet, das auch kleinen Unternehmen einen einfachen Zugang zum Weltmarkt bietet. Diese neue Art der Unternehmer nimmt natürlich nach Abzug von Steuern keine Million mit nach Hause, hat aber kreative Wege gefunden, das eigene Business clever zu vermarkten und ausreichend Geld zu verdienen.

Solo-Selbstständige verdienen in Deutschland meist nicht so viel. (Foto: Statistisches Bundesamt)

Solo-Selbstständige verdienen in Deutschland meist nicht so viel. (Foto: Statistisches Bundesamt)

Mit Marketing-Büchern zum Erfolg

Allen Walton, der Überwachungs-Shopbetreiber hat sich von Tim Ferriss, dem Autoren des Bestsellers The 4-Hour Workweek und MJ DeMarco (The Millionaire Fastlane) beeinflussen lassen: „Es trainiert dich, nicht mehr aus der Kundensicht, sondern aus der Produzentensicht zu denken, in der man Menschen etwas mit Wert für sie anbietet und dadurch wichtig für sie wird.“ Trotz der Vorbereitung mit Lektüre landet Walton durch Zufall im E-Commerce. Nach der Uni braucht er unbedingt einen Job und seine Mutter sieht den Hinweis eines lokalen Shops für Überwachungskameras. Er bekommt den Job und sieht schnell die Chance auf einen eigenen Online-Shop. Deshalb liest er Online-Marketing-Bücher wie Ultimate Guide To Google Adwords, Google Adwords for Dummies und Ultimate Guide To Pay-Per-Click Advertising. „Wenn du ein erfolgreicher Geschäftsmann sein willst, musst du Bücher lesen, über die du vorher nie nachgedacht hast“, sagt Walton.

Allen Walton in einem Erklärvideo auf seiner E-Commerce-Seite

Allen Walton in einem Erklärvideo auf seiner E-Commerce-Seite

Mit 1.000 US-Dollar baut er seinen Überwachungskamera-Shop im Mai 2014 auf. Zu dem Zeitpunkt weiß er zumindest, was er seinen Kunden für Produkte anbieten will. „Ich hatte ja vorher im Geschäft direkten Kontakt mit den Menschen und wusste, was sie wollen.“ Für seine ersten Produkte versenkt er nach eigener Einschätzung 7.000 bis 10.000 US-Dollar. Der entscheidende Schritt folgt aber danach. Mit seinem Wissen aus den Büchern schaltet Walton mehrere Adwords-Kampagnen, die schnell die ersten Kunden auf seine Seite SpyGuySecurity locken, wo er die Gadgets in kurzen Videos selbst erklärt. Mittlerweile besuchen pro Monat etwa 25.000 Interessierte seine Seite, 65 Prozent davon kommen laut SimilarWeb über die Google-Suche. Von hier an baut er das Geschäft komplett allein weiter auf – zumindest bis er merkt, dass ihm bei jedem Mittagessen Geschäfte für mehrere tausend Dollar durch die Finger gehen, weil er nicht alle Anrufe annehmen kann. Seit März 2015 ist Walton nicht mehr komplett allein, ein Freund hilft beim Telefon-Dienst und eine Marketing-Firma ist beauftragt. Sein Tipp an alle 1-Mann-Unternehmer: „Sei wie ein Schwamm, der alles Wissen aufsaugt, das dich reich machen kann.“

Millionen mit einem Newsletter? Das geht nur in der Finanzbranche

Durch sein Wissen über eine besondere Nische hat auch Peter Leeds sein Business groß gemacht. Der 41-Jährige startete schon mit 14 erste Investitionen in Penny-Stocks. Das sind Aktien mit Kleinstwerten, die ein paar „Pennies“ oder wenige Dollar bzw. Euro kosten und auf Firmen spekuliert werden, die eher außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung agieren, aber trotzdem an einer Börse gelistet sind. Jordan Belfort dessen Geschichte im Hollywoodfilm „The Wolf of Wall Street“ erzählt wird, hat z.B. normalen Leuten mit viel Verkaufsgeschick Aktien von diesen unbekannten Firmen verkauft und dabei mitkassiert. Bei Peter Leeds geht das erste Investment total schief und er verliert 3.600 US-Dollar. „Diese Erfahrung motivierte mich, die Nachforschungen zu machen, die ich für erfolgreiche Investments in Penny-Stocks brauchte“, schreibt Leeds auf seiner Webseite.

Peter Leeds

Peter Leeds

Seine Erfahrungen auf diesem sehr speziellen Markt vergoldet Peter Leeds jetzt nicht etwa mit weiteren Investments, sondern mit einem Newsletter und Büchern wie „Penny Stocks for Dummies“ und „Invest in Penny Stocks“. Mittlerweile lande das Geld ganz automatisch im Firmenaccount. Der Newsletter hat laut Leeds knapp über 41.000 Abonnenten, die er darin über die neuesten Entwicklungen im Penny-Stocks-Markt informiert. Der Preis für das Newsletter-Abo: 19,99 US-Dollar im Monat. Allein mit seinem Newsletter macht er also – wenn seine Angaben stimmen – über 820.000 US-Dollar Umsatz monatlich. Und selbst wenn es nur halb so viele wären, weil seine Zahlen etwas zu hoch sind und kostenlose Probe-Leser mitgezählt werden, würde er monatlich eine ganze Stange Geld machen. Leeds selbst spricht von Umsätzen von über einer Million Dollar im Jahr. „Ich muss dafür nicht 24 Stunden am Tag am Computer sitzen, das läuft alles automatisch“, sagt Leeds. Wenn er ständig schuften müsste, könnte er nach eigener Aussage deutlich mehr verdienen, aber Leeds ist an multipler Sklerose erkrankt und bleibt lieber in Kontrolle über sein Business. Er sagt: „Wie viel ist genug? Du brauchst genug Geld für dich und deine Familie. Das ist das wundervolle am Unternehmertum. Niemand steht mit einer Peitsche hinter dir.“

Kennt Ihr weitere Beispiele für spannende und erfolgreiche One-Man-Online-Marketing-Businesses? Für jeden passenden Hinweis (Umsatz > 750.000 € / Jahr) gibt es wieder 2 Karten für die Rockstars-Aftershow-Party am 16. September dem ersten dmexco-Tag in Köln. Und: Haltet uns in den kommenden Tagen genau im Blick: Wir haben noch einen One-Man-Show-Knaller aus Deutschland im Köcher. Jede Wette, das was wir da enthüllen werden, hattet Ihr nicht auf dem Schirm. Schätzungsweise 200.000 Euro im Monat, unter 25 Jahre, kein Affiliate-Business, international-skalierend, eine der größten Websites der Welt aus der deutschen Provinz. Alles weitere kommt demnächst, bleibt uns treu oder abonniert am besten unseren Newsletter…!

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5 Kommentare

  1. Oliver 22.07.2015 um 13:50 Uhr Antworten

    Faszinierend, was man doch alleine alles schaffen kann.

    Meinen Respekt haben die beiden allemal 🙂

    Grüße,
    Oliver

  2. Christian 22.07.2015 um 19:12 Uhr Antworten

    Wei­tere Bei­spiele für span­nende und erfolg­rei­che One-Man-Online-Marketing-Businesses:

    Pat Flynn
    Neil Patel
    (Julian Zietlow)

    Hab sehr viel Bock auf die Rockstars-Aftershow-Party am 16. Sep­tem­ber!

    VG
    Christian

  3. Pierre 23.07.2015 um 12:25 Uhr Antworten

    Zwei sehr coole Stories und gespannt auf die nächsten. Da sieht man eben, dass man auch als normaler 11 $/h – Angestellter etwas aufbauen kann, was wahrscheinlich nicht mal der ehemalige Chef jemals auf die Beine gestellt hat. Allerdings wird einem auch hier schnell klar: Das Geschäft muss schnell und einfach skalierbar sein, sonst wird es doppelt und dreifach schwieriger und am besten wie im zweiten Fall: ein perfektes Abo-Modell was auch wirklich Mehrwert schafft und eine große Zielgruppe anspricht.

  4. Ibo 23.07.2015 um 14:21 Uhr Antworten

    Echt super aber das ist auch USA glaube nicht das es hier in Deutschland möglich ist obwohl nichts ist unmöglich 🙂

  5. magnus 24.07.2015 um 00:47 Uhr Antworten

    Vielen Dank für den sehr verständlich abgefassten Artikel und die Tipps, die ich für mich mitnehmen konnte.

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