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Wie Zanox Betrugsfälle im Affiliate Marketing aufspürt

Christoph Kiebeler, Leiter der Qualitätssicherung des Performance-Marketing-Netzwerks, im Interview

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Das Thema Affiliate Marketing und die Frage, welchen Wertbeitrag diese Disziplin im Marketingmix leisten kann, bleiben in der Online-Marketing-Branche heiß diskutiert. Auch wir haben in den vergangenen Monaten über diverse negative, aber auch über mehrere positive Cases berichtet. Besonders erstere haben zum Teil für kontroverse Reaktionen gesorgt. Wir hielten es deswegen für angebracht, auch einmal ein Netzwerk zu Wort kommen zu lassen. Christoph Kiebeler, Director Network Quality Operations bei Zanox, hat uns im Interview erklärt, wie das Unternehmen Fälle von Affiliate Betrug aufspürt und mit welchen Methoden es in der Qualitätssicherung arbeitet.

Christoph Kiebeler

Christoph Kiebeler

Christoph, Du verantwortest bei Zanox die Abwicklung aller Verstöße und Betrugsfälle. Was war denn der krasseste Fall, der Dir bisher begegnet ist?
Christoph:
Affiliate Marketing unterscheidet sich hier nicht besonders von anderen Online Marketing-Kanälen oder selbst offline Geschäftsmodellen. Überall dort, wo Geld verdient werden kann, gibt es Einzelne, die versuchen, die allgemeinen Geschäftsbedingungen des entsprechenden Geschäftsmodells zu missachten. Nicht jede Verletzung der Programmrichtlinien im zanox Netzwerk ist gleichzeitig eine Rechtsverletzung. Wir bevorzugen es daher, von Verletzungen der allgemeinen Geschäftsbedingungen oder missbräuchlichem Verhalten zu sprechen. Zudem möchte ich anmerken, dass sich das Affiliate Marketing in den letzten Jahren signifikant weiterentwickelt hat und dabei einen starken Fokus auf Qualitätssicherung legt. Alle Marktteilnehmer haben ihr Geschäft weiter professionalisiert. Zusätzlich haben wir bei zanox ein eigenes Team, welches den gesamten Traffic und die Partner im Netzwerk beaufsichtigt. Zur Verbesserung der Qualitätsstandards innerhalb des Netzwerks ist es vor allem wichtig, klare und eindeutige Guidelines aufzustellen, so dass Publisher aller Level wissen, welches Verhalten akzeptabel ist und welches nicht. Mit zusätzlichen Guidelines und durch das Monitoring ist es uns möglich, Verstöße weiter zu reduzieren, wobei wir bei der Quote der Verstöße signifikant unter dem Branchendurchschnitt rangieren. Das ist auch der Grund dafür, dass große Fälle in der Vergangenheit liegen. Ein Beispiel eines älteren Falls ist im Telco-Umfeld angesiedelt. Dabei ging es in erster Linie um Abonnements. Uns sind Unregelmäßigkeiten bei bestimmten Publishern aufgefallen, woraufhin wir diese Accounts direkt geschlossen haben. Einige Fälle fallen auch nur unter diese Kategorie, da die Publisher nicht wissen, welches Verhalten akzeptabel ist und welches nicht. Häufig lässt sich das Problem schon in einem offenen Gespräch klären. Ich möchte dabei betonen, dass tausende Publisher in unserem Netzwerk sauberen Traffic im Rahmen der Netzwerk-Standards und allgemeinen Geschäftsbedingungen liefern.

Wie sehen denn Eure heutigen Standardfälle aus?
Christoph:
Es gibt keine wirklichen “Standard”-Fälle, da wir mit einer großen Bandbreite an Publishermodellen arbeiten. Jeder von ihnen hat ein anderes Verständnis des Marktes und einen anderen Ansatz für seine Affiliate Marketing-Aktivitäten. Wir schreiten hauptsächlich ein, wenn es darum geht, ob die Qualität des Traffics angemessen ist oder wenn das Verständnis eines Publishers zu unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen von unserer Netzwerkperspektive abweicht. Deswegen investieren wir kontinuierlich in zusätzliche Maßnahmen sowie Prüfmechanismen, um der Entwicklung skrupelloser Aktivitäten entgegenzuwirken. Zusätzlich überprüfen wir immer alle Publisher, bevor sie ihre Auszahlung erhalten, um dadurch sicherzustellen, dass wir und unsere Advertiser mit der Aktivität, die wir entlohnen, zufrieden sind.

Wie muss man sich denn Dein Tagesgeschäft vorstellen – schaust Du Dir händisch jede verdächtige Transaktion an?
Christoph:
Ich bin ja nicht allein für dieses Thema verantwortlich, sondern leite ein fünf-köpfiges Team, das dafür zuständig ist, das Netzwerk vor unethischen Aktivitäten zu schützen. Wir haben über die letzten Jahre hinweg unsere Methoden zur Qualitätssicherung weiterentwickelt und ein tragfähiges System etabliert, dass sich über das Team sowie unser Client Services Team erstreckt. Es ist wichtig, dass wir unseren Account Managern vermitteln, dass sie jede Aktivität aufmerksam beobachten, von der sie nicht vollständig überzeugt sind. Sie können dann mit dem Compliance Team sprechen, welches dann den Traffic des Publishers genauer prüft. Eine Kombination aus manuellen und automatisierten Tools und Prüfmechanismen unterstützt uns dabei bei potentiellen Problemen immer „on top“ zu sein.

Wie verfahrt ihr, wenn sich ein Verdacht bestätigt und Ihr einen Betrugsfall entdeckt habt?
Christoph:
Die Verfahren und mögliche Sanktionen richten sich immer nach einem festgelegten Prozess je nach Art des Verstoßes und der Beweislage. Abhängig vom „Estimated Impact“ muss das Vorgehen von verschiedenen Stellen im Haus bestätigt werden.

Wir haben ja zum ersten Mal miteinander gesprochen, als Online Marketing Rockstars über einen Fraud-Fall in Zusammenhang mit der Domain Vice.de berichtete. Der entsprechende Publisher war auch bei Euch im Netzwerk angemeldet. Kannst Du sagen, was daraus geworden ist?
Christoph:
Es wäre unangemessen über die Details eines Falls zu sprechen, aber wir können sagen, dass unsere Nachforschungen dazu geführt haben, dass der Publisher aus unserem Netzwerk entfernt wurde.

 
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7 Kommentare

  1. Publisher 04.03.2015 um 13:09 Uhr Antworten

    Mich würde viel mehr interessieren, wie es denn mit „Advertiser Fraud“ aussieht. Jeder (größere) Publisher, der vernünftig tracken kann oder Kontaktpunkte zu seinen Nutzern hat, merkt nämlich recht schnell, dass nur 50-70% der Sales tatsächlich in der Statistik landen (und das noch VOR der Stornierung wegen Third-Party-Gutscheinen etc.). Blenden da Advertiser das Zanox-Tracking-iFrame nur selektiv ein auf der Bestellbestätigungsseite? Haben Werbeblocker wie AdBlockPlus einen Einfluss (ich meine, auf der maximalen Sicherheitsstufe werden alle Third-Party-Cookies geblockt, also auch Zanox)?

  2. Marcus 04.03.2015 um 13:18 Uhr Antworten

    Was ist mit den bekannten Punkten:
    – Gutschein-Spam ?
    – Postview ?
    – Datenschutzprobleme bei Retargeting ?
    – Gesperrte Partner können sich immer wieder neu anmelden bzw. einfach ein anderes Partnerprogramm in diesem Netzwerk nehmen, da keine echte Verifizierung der Daten stattfindet ?
    – wenn Betreiber nicht zahlen, erfolgt keine Vergütung an Affiliate-Partner, obwohl der Affiliate-Partner dafür nichts kann ? Rechtlich fragwürdig.
    – Unterstützung von Affiliate-Partnern bei rechtlichen Problemen, z.B. Abmahnungen ?

    Meine Meinung: Auch diese Punkte sollten eigentlich zur Qualitätssicherung/Qualitätskontrolle eines Netzwerkes gehören, andere machen das einfach besser…meist wissen die Affiliate-Partner/Publisher ja leider erst (viel zu spät) im Ernstfall, ob das gewählte Netzwerk das Richtige ist…;-)

  3. Patrick Konrad 04.03.2015 um 15:38 Uhr Antworten

    Offtopic:

    @Marcus: Da spricht doch der pure Neid aus dir, oder? „andere machen das ein­fach besser“ – redest du da etwas von deinem kleinen Netzwerk mit den Nischenprogrammen? Meine Wahrnehmung ist, dass immer dann, wenn über ein Affiliate-Netzwerk gesprochen wird, du aus der Versenkung kommst und behauptest, du machst alles besser. Finde ich ziemlich unsportlich – kümmer dich am besten um eigene Innovationen und mach damit PR, als immer auf die Goliaths draufzuhauen, wenn sie gute PR machen. Macht auf mich als Affiliate immer einen sehr armen Eindruck 😉

  4. Marcus Lutz 04.03.2015 um 19:04 Uhr Antworten

    @Patrick: Nein, bin nicht neidisch, warum auch, Werbung gab es auch keine hier ? Bleib doch bitte sachlich und beim Thema, persönliche Angriffe müssen auch hier doch nicht sein, kannst Du aber gerne per email diskutieren. Wie wäre es stattdessen, wenn Du auf die von mir genannten Argumente hier eingehst und dazu diskutierst, wofür diese Kommentarfunktion auch gedacht ist ?

  5. Ilker Ayna 10.03.2015 um 00:00 Uhr Antworten

    Zanox hat mir nicht nur jahrelange arbeit kaputt gemacht die haben mir auch noch saemtliche provisionen gestrichen.

    Sie legen doch überhaupt kein wert auf ihre Publisher.
    Das was Sie Interessiert sind doch nur zahlen und nicht die menschen die zeit, mühe und geduld in ihr arbeit investieren.

    Ich bin überhaupt nicht nachtragend aber geben Sie in zukunft acht und überprüfen Sie es vorher bevor Sie jemanden manipulation vorwerfen!!!

  6. Christian 15.07.2015 um 18:59 Uhr Antworten

    Interessanter Artikel!

    Wäre wünschenswert, wenn Zanox die gleiche Akribie bei der Prüfung des Geschäftsgebarens von einigen (wenigen) Advertisern an den Tag legen würde. Ich hatte vor einiger Zeit mal angefragt, ob Zanox die Möglichkeit hat, beim zweifelhaften Advertisern eine Prüfung durchzuführen, und wie oft dies schon geschehen sei.
    Als Antwort hatte man mir seinerzeit mitgeteilt, dass Vereinbarungen zwischen Advertiser und Zanox der Geheimhaltung unterliegen. Weiter teilte man mir mit, dass es bisher aber noch keine Überprüfung gegeben habe!
    Grund für meine Anfrage war, dass ein bekannter Advertiser unter den Versandhäusern mit konstanten (wertmäßigen) Stornoquoten von 85 % „glänzte“ – und damit weit hinter den Mitbewerbern war. Zanox konnte auf meine Anfrage hin anfangs die hohe Stornoquote nicht nachvollziehen, da in der Statistik von Zanox die prozentuale Ermittlung nur über die Anzahl der Sales (Erfolg bzw. Teilerfolg/Stono) ermittelt wurde (und auch noch wird.) Dieser Advertiser stornierte immer die großen Provisionen (über 50 Euro) und führte Teilstornos bei so gut wie alle Provisionen über 15 € durch. Das führte dann dazu, dass die wertmäßige Stornoquote bei 85% lag – und die zahlenmäßige nur bei 40 % (da Teilstornos ja auch als positiv gewertet wurden. Zanox konnte da kein System der Übervorteilung des Affilates entdecken. Ich habe mich in der Zwischenzeit von dem Advertiser getrennt.
    Zanox ist im übrigem nicht besser oder schlechter als die Mitbewerber – Affili.net hat ebenfalls noch keine Prüfung!! bei Advertisern durchgeführt (haben sich die Möglichkeit aber im Vertrag einräumen lassen). Und Tradedoubler hat gar nicht geantwortet.
    Es wäre wünschenswert, wenn die Netzwerke (endlich) ebenfalls Kontrollen bei den Advertisern durchführen würden. Feste monatliche Zahlungen, die viele Advertiser an die Netzwerke zahlen, sind nicht unbedingt förderlich für eine kritische Beurteilung der Advertiser. Regelmäßige Testkäufe der Netzwerke würden schon viel bringen, denn aktuell tendiert das Risiko der Advertiser entdeckt zu werden, wenn unberechtigterweise Provisionen zusammengestrichen oder storniert werden, gegen Null! Das schreit doch geradezu nach einer Einladung zum Storno.

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