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Banner, Adblocker und jetzt Adblock-Defender: Das ist die neue Eskalationsstufe im Kampf um die Online-Werbung

So hilft eine neue Riege technologischer Dienstleister den Publishern dabei, Adblocker-Nutzern trotzdem Werbung auszuspielen

tom_jerry_aufmacher
Die Nutzung von Adblockern nimmt zu: Abhängig von Thema und Zielgruppe der jeweiligen Website kann der Anteil an Besuchern, die die Ausspielung der Werbung mittels Software verhindern, laut Branchenschätzungen zwischen 15 und 60 Prozent betragen. Den Seitenbetreibern und ihren Vermarktern gehen damit teilweise beträchtliche Einnahmen verloren. Nun haben technologische Dienstleister, darunter eine Tochter des Verlagshauses Gruner+Jahr, offensichtlich Wege und Mittel gefunden, Adblocker-Nutzern trotzdem Werbung auszuspielen. Seiten wie Stern.de, Focus.de und ProSieben.de nutzen die Methode bereits. Wir haben mit den Anbietern gesprochen.

„Der Filter funktioniert nicht“, schreibt ein Mitglied im Forum der „Easy List“ über den Vorschlag eines anderen Nutzers, wie er eine bestimmte Werbeeinblendung auf Stern.de unterbinden können soll – der aber nicht den gewünschten Effekt erzielt. Der Schreiber kommt zu dem Schluss: „Das ist wirklich eine fiese Art, Werbung einzubinden.“ Auf der „Easy List“ sammeln die Nutzer Programmier-Code-Schnipsel von Werbeeinbindungen im Internet. Adblock Plus, die am häufigsten genutzte Werbeblock-Software, greift beispielsweise auf die Liste zu und blendet auf Basis der darin enthaltenen Informationen Werbung im Internet aus. Bei dem im oben genannten Forenbeitrag diskutierten Banner auf Stern.de hat dies jedoch offensichtlich nicht funktioniert. Offenbar haben die Betreiber der Seite einen Weg gefunden, Werbung einzublenden, der von den Adblockern nicht verlässlich unterbunden werden kann.

Große Medienhäuser setzen die Technologie bereits ein

Kein Einzelfall: Wie sich aus verschiedenen Beiträgen in den Foren der „Easy List“ und von Adblock Plus herauslesen lässt, wird offenbar seit einiger Zeit auf deutschen Seiten zunehmend Werbung an den Adblockern der Nutzer vorbei ausgespielt – etwa auf Focus.de, auf Stern.de und auf Wetter.com. Wir haben deswegen selbst Adblock Plus installiert, die genannten Seiten aufgerufen und konnten das Phänomen rekonstruieren. Auch auf TVSpielfilm.de und ProSieben.de wurde uns trotz aktiviertem Adblocker Werbung ausgespielt.

Werbung auf Stern.de, die trotz aktiviertem Adblocker ausgeliefert wurde (bearbeiteter Screenshot)

Werbung auf Stern.de, die trotz aktiviertem Adblocker ausgeliefert wurde (bearbeiteter Screensot)


Die URLs der Seiten, die sich nach dem Klick auf die Werbemittel öffnen, lassen darauf schließen, dass diese „Adblocker-Blocker-Werbung“ vom deutschen Performance-Vermarkter Ligatus eingebunden wurde, einem 100-prozentigem Tochterunternehmen von Gruner+Jahr. Ligatus-Geschäftsführer Lars Hasselbach hatte im Interview mit Online Marketing Rockstars vor wenigen Wochen bereits berichtet, dass die Ligatus-Tochter veeseo eine entsprechende Lösung im Markt anbiete. Unsere Untersuchung zeigt: Diverse große Medienhäuser setzen die Technologie bereits ein.

„Glaube nicht, dass das juristisch lösbar ist“

Jan Andresen

Jan Andresen

veeseo-Geschäftsführer Jan Andresen bestätigte auf Anfrage von Online Marketing Rockstars, dass die genannten Werbebanner mittels der von seinem Unternehmen angebotenen Technologie ausgeliefert wurden. „Ich glaube, dass die Adblocker-Problematik juristisch nicht zu lösen ist“, sagt Andresen mit Blick auf die jüngsten Versuche von großen deutschen Medienhäusern, die Eyeo GmbH zu verklagen. Das Kölner Unternehmen hat Adblock Plus entwickelt und aus der Software ein Geschäftsmodell entwickelt. So können sich Publisher und Vermarkter vom Adblocking freikaufen und ihre Werbemittel trotzdem ausliefern lassen – wenn die „Community“ im Adblock-Plus-Forum die Form der Werbung zuvor als nicht störend und damit akzeptabel eingestuft hat. Laut Recherchen der Financial Times (Paywall) sollen unter anderem Google, Amazon und Microsoft Geld an Eyeo zahlen, damit ihre Werbung trotzdem ausgeliefert wird. Im aktuellen Gerichtsverfahren gegen Eyeo soll der Richter diese Praxis am ersten Verhandlungstag zwar als „in hohem Maße für bedenklich“ bezeichnet haben – das berichtet die Süddeutsche Zeitung, die Eyeo ebenfalls vor den Kadi zerren will. Einer „sehr vorläufigen“ Tendenz zufolge tendiere das Gericht jedoch dazu, ein generelles Verbot der Software abzulehnen.

Allen Publishern, die nicht davon überzeugt sind, dass dem Phänomen Adblocker auf dem Rechtsweg beizukommen ist, wollen Veeseo und Jan Andresen mit dem Produkt „Addefend“ eine Alternative bieten. „Leicht verkürzt dargestellt ist es so, dass es mit Addefend für den Browser so aussieht, als werde die Werbung vom Webserver ausgeliefert“, erklärt Andresen. Normalerweise wird Werbung im Internet von einem dedizierten Adserver ausgespielt – das Werbemittel ist also auf einem anderen Server hinterlegt als der eigentliche Inhalt der Website. Das macht es den Entwicklern von Adblock-Software leicht, die Werbung auszublenden.

Addefend-Werbung ist offenbar nur schwerlich herausfilterbar

Nutzen die Publisher Addefend, erkennt die Technologie, dass der jeweilige Besucher einen Adblocker einsetzt und blendet ihm andere Werbung ein – im Fall des oben genannten Banners basierte dieses beispielsweise auf einer GIF-Datei, die augenscheinlich auf Stern.de abgelegt war. Vermutlich werden die Dateinamen dynamisch vergeben und permanent geändert. Wenn der Nutzer versucht, der Werbung durch die Filterung aller Bilddateien von Stern.de zu entgehen, werden ihm auch die redaktionellen Fotos nicht angezeigt.

„Das Produkt existiert seit etwa drei Jahren, hat aber erst im vergangenen Jahr wirkliche Verbreitung erfahren“, so Andresen. Entwickelt wurde die Lösung vom Hamburger Unternehmen Bemitho; veeseo hat nun den Vertrieb der Software übernommen. Im Markt ist zu hören, dass das Unternehmen zurzeit sehr aktiv für das Produkt trommelt. Kunden will Andresen keine nennen; laut unseren Tests ist die Technologie auf Portalen von Gruner+Jahr, Burda und Pro-Sieben-Sat1 im Einsatz.

Flash und Retargeting derzeit nicht möglich

Das Funktionsprinzip von Addefend erlaube es, unterschiedliche Bannerformate auszuspielen: „Fireplace, Wallpaper, Animated GIFs – das ist alles möglich“ so Andresen. Einige andere Online-Werbeformate und -methoden wiederum sind derzeit nicht einsetzbar: „Dem Publisher wäre es natürlich am liebsten, er könnte einfach ohne weiteres Zutun die eigene Werbung ausspielen. Das ist aber nicht so einfach: Flash-Werbemittel können derzeit nicht eingebunden werden, Retargeting ist auch momentan noch nicht möglich. Der Publisher muss seine Prozesse umstrukturieren“, erklärt Andresen. So müssen zur Monetarisierung des Adblocker-Traffics derzeit gesonderte Kampagnen aufgesetzt werden.

Dem Augenschein nach liefert veeseo derzeit hauptsächlich Werbung von Mutter-Unternehmen Ligatus aus. „Wir liefern im Moment ein so genanntes Backfillment. Mit den Ligatus-Anzeigen haben wir eine 100-prozentige Fillrate und sie funktionieren sehr gut“, so Andresen. Weil die Werbemittel mit deutlich weniger anderen Anzeigen um die Aufmerksamkeit der Nutzer konkurrieren müssen, sei nicht nur die Klickrate hoch. „Auch der durchschnittliche Cost-per-Order, den die Werbekunden mit dieser Werbung erzielen, ist niedriger als im ‚normalen Internet’.“

Zwischen einem und drei Euro Umsatz pro tausend Seitenaufrufen

Die Publisher können mit der Technologie Traffic monetarisieren, der ihnen sonst aus wirtschaftlicher Sicht verloren geht: „Wir generieren im Schnitt einen RPM zwischen einem und zwei Euro; bei einigen Seiten liegt er sogar bei drei Euro“, so Andresen. RPM – „Revenue per Mille“ – ist die Einheit, mit der die Publisher den Umsatz pro tausend Seitenaufrufe messen. Andresen rechnet vor: „Eine Seite mit monatlich 100 Millionen Page Impressions, bei der die Adblocker-Quote bei 25 Prozent liegt, kann 25 Millionen Seitenaufrufe nicht monetarisieren. Mit unserer Technologie generiert der Betreiber, legt man einen RPM von zwei Euro zugrunde, einen zusätzlichen Ertrag von 50.000 Euro pro Monat.“

In der Regel erhält veeseo an den so generierten Umsätzen einen Anteil. Wie der Geschäftsführer erklärt, experimentiert das Unternehmen derzeit beim Geschäftsmodell aber auch noch – teilweise stelle veeseo Publishern Addefend kostenlos im Tausch gegen zusätzliche Anzeigenplätze für das Mutterunternehmen Ligatus zur Verfügung.

Auch Performance Advertising ist in diesem Segment aktiv

„60 bis 70 Prozent der im ‚Easylist’-Forum diskutierten Beispiele gehen auf unser Konto“, sagt Andresen. Wie aus der Branche zu hören ist, ist veeseo ist aber nicht der einzige Anbieter im Markt einer solchen Technologie. Der Dienstleister Tisoomi, ebenfalls in Hamburg tätig, bietet eigentlich die Entwicklung von Apps und WebApps sowie des Backends von Online-Shops an – ist aber auch im Bereich der Vermarktung von Adblocker-Traffic tätig. „Unser Team hat einen starken Media-Background; deswegen konnte das Thema Adblocker gar nicht an uns vorübergehen“, sagt Gründer Michael Siegler, der bereits Performance Media mitgegründet hat. Die Media-Agentur wurde im vergangenen Jahr im Rahmen eines kolportierten 300-Millionen-US-Dollar-Deals vom Private-Equity-Unternehmen Equistone übernommen. Tisoomi bietet seit dem vergangenem Herbst eine Technologie an, mit der die Kunden die Adblock-Quote unter ihren Besuchern messen und bei Bedarf auch Werbung an die Adblocker-User ausspielen können. Ein Test von Online Marketing Rockstars zeigt, dass der Anteil von Nutzern mit Adblocker unter den Besuchern unserer Website bei 16,2 Prozent liegt.

Werbung, die Tisoomi bei Podcast.de eingebunden hat (bearbeiteter Screenshot)

Werbung, die Tisoomi bei Podcast.de eingebunden hat (bearbeiteter Screenshot)


Auch bei Tisoomi sieht es für den Browser so aus, als würde die Werbung über den Webserver und nicht über einen Adserver ausgespielt, wie Siegler erklärt. „Unsere Technologie ist mit 95 Prozent der im Markt verwendeten Server und Frameworks kompatibel.“ Aktuell ist die Lösung auf Seiten wie Podcast.de, Energy.de und Donnerwetter.de eingebunden. Wie veeseo arbeitet auch Tisoomi mit einem nicht genannten Partner zusammen, der das so entstehende Inventar befüllt. Wer die genannten Seiten ansurft, erkennt recht schnell, dass der Partner Performance Advertising ist – das von Performance Media betriebene Werbenetzwerk. Hinsichtlich Vergütung setzt Tisoomi wie veeseo auf einen Revenue Share. „Alternativ können die Publisher oder deren Vermarkter das Inventar ab Mai 2015 auch mit eigenen Kampagnen befüllen – dann zahlen sie eine Gebühr für die Nutzung unserer Technologie“, sagt Siegler.

Entblockt ein Berliner Dienstleister Pre-Rolls für große Bewegtbildhäuser?

Aber nicht nur im Display-Bereich bieten deutsche Technologiedienstleister die Umgehung von Adblocker-Software an: Branchengerüchten zufolge ermöglicht der Berliner Anbieter Schnee von morgen die Ausspielung von Pre-Roll-Spots in Bewegtbildinhalten trotz bei dem Zuschauer aktiviertem Adblocker. Einträge in Foren und bei Twitter deuten darauf hin, dass die Technologie nicht nur bei n-tv und bei Spiegel.tv in Deutschland eingesetzt wird, sondern beispielswiese auch bei den Online-Diensten des französischstämmigen Fernsehsenders Canal Plus. Das Geschäft dürfte noch einmal deutlich rentabler sein, weil die Preise in der Online-Bewegtbildwerbung deutlich höher liegen als in der Banner-Werbung. Nikolai Longolius, Geschäftsführer von Schnee von morgen, wollte die Gerüchte auf Anfrage von Online Marketing Rockstars jedoch nicht kommentieren.

Auch auf internationaler Ebene haben sich Anbieter in Stellung gebracht, um Publisher dabei zu unterstützen, ihren Adblocker-Nutzer-Traffic zu monetarisieren. Das französische Unternehmen Secret Media ermöglicht ebenfalls die Auslieferung von Video-Werbung und gab kürzlich gegenüber Techcrunch an, täglich fünf Millionen Werbespots an Adblocker-Nutzer auszuliefern. Das irische Startup Pagefair will Publishern zunächst einmal helfen, ihre Adblocker-Quote zu messen. In einem zweiten Schritt können die Seitenbetreiber dann bei Bedarf „weniger aufdringliche“ Werbung von Pagefair an die Adblocker-Nutzer ausliefern lassen. Von Tel Aviv in Israel aus bieten die Startups Dsero und Publisher Rocket (derzeit noch in einer Testphase) ähnliche Technologiedienstleistungen an.

Der Markt für solche Lösungen ist offensichtlich da: In einer gemeinsamen Studie aus dem vergangenen September hatten Pagefair und Adtech-Riese Adobe festgestellt, dass die Zahl der Adblocker-Nutzer in den vorhergehenden zwölf Monaten um fast 70 Prozent gestiegen und die Nutzung solcher Software damit „Mainstream“ geworden sei.

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30 Kommentare

  1. Rot 16.03.2015 um 23:52 Uhr Antworten

    ergänzend sei zu sagen, dass Pagefair » eigentlich « zu Adblock Plus gehört und auch auf d. Dmexco den Stand zusammen betrieben hat.

  2. Carsten 17.03.2015 um 09:39 Uhr Antworten

    Dazu ein paar Gedanken:

    a) Die Werbung auf Spiegel.de wird bei mir als GIF angezeigt. Speziell alle GIFs blocken, dann ist die Seite werbefrei. Das kann sich natürlich sofort wieder ändern, aber es ist eine schnelle, einfache Lösung.

    b) Werbung ist das mit Abstand aller, aller allerschlimmste, was man im Internet heutzutage finden kann. Ich finde es wirklich gut, dass am Ende des Artikels steht, dass „die Zahl der Adblocker-Nutzer in den vorhergehenden zwölf Monaten um fast 70 Prozent gestiegen und die Nutzung solcher Software damit „Mainstream“ geworden sei.“ Sehr gut! Sehr gut, dass dem ganzen aufdringlichen Dreck endlich breiter Widerstand geleistet wird. Und was denken die Firmen bzw Publisher? Denken die, „oh, unsere Werbung stört so massiv, dass sich inzwischen der breite Mainstream technische Möglichkeiten sucht, um sie zu blocken? Dann sollten wir diese Werbung ändern!“ — Nein, stattdessen denken sie sich: „Boah. jeder hasst Werbung. Dann müssen wir Wege finden, sie noch aufdringlicher und zwingender zu gestalten!“. Aber wohin führt das? Ich habe inzwischen keinen Fernseher mehr. Nicht aus moralischer „Fernsehen ist doof“-Ansicht, sondern aus einem einzigen Grund: Werbung. Es gibt NICHTS in der digitalen Unterhaltung, was Entertainment und Information so sehr zerstört wie Werbung. Also Mediatheken, DVDs, YouTube – aber kein Fernsehen mehr. Wegen Werbung. Allein wegen Werbung. Anderes Beispiel: Focus.de. In meinen Augen die wohl miserabelste deutsche News-Seite, ad man vor lauter Bannern und Pop-Ups nur so zugedröhnt wird. Anfragen zu Facebook-Liks, Following, dann noch Werbung – ich habe mir inzwischen sogar schon extra eine Blacklist-Erweiterung besorgt, um nicht über Links versehentlich auf Focus.de zu kommen. Drittes Beispiel: PCGames.de. Man surft ein wenig herum, sieht sich ein par Videos an – aber was passiert? Bevor das Video startet, kommt erst mal ein Werbespot. Also was macht man? Schluss für heute mit dieser Seite, kein einziger Klick mehr für diese Seite und direkt auf YouTube gehen. Da gibt es das identische Video, nur ohne Werbung.

    c) Werbung bedeutet: „Dieses Produkt ist scheiße. Gute Produkte verbreiten sich durch Testberichte, Blogs, Empfehlungen usw. Dieses hier beworbene Produkt bekommt leider nichts davon und muss daher extra beworben werden.“ Mit genau dieser Einstellung gehe ich an die wenige Werbung, die ich sehen muss, und lasse mich in meiner Kaufentscheidung direkt beeinflussen: Ein Produkt, dass massiv beworben wurde, muss schlechter sein als die Konkurrenz und wird daher gemieden.

    Zusammenfassung: Werbung dient dem Zweck, einer Seite die Besucher zu entziehen und Produkte in negativem Licht erscheinen zu lassen. Aufdringliche Werbung ist ein Grund, Websites zu meiden und auf die Konkurrenz umzusteigen.
    Schade nur, dass die Anbieter scheinbar genau das wollen: „Wie werden wir noch nerviger, wie bekommen wir noch mehr Leute weg von unseren Angeboten?“ – das scheint die Philosophie zu sein.

    Ja, irgendwie müssen sich die Seiten finanzieren. Aber nicht so! Ein einziges Argument: Erst gab es gar keine Adblocker, dann kamen die ersten auf, heutzutage ist es ein Mainstream-Produkt, Werbung zu blockieren. Sollte es da nicht mal klingeln? Welcher Idiot kommt dann auf die Idee, zusagen: „Hey, alle wollen Werbung blocken – im Sinne einer werbenden Anzeige sollten wir diese also noch zwanghafter gestalten!“

    Was für ein Blödsinn.

    1. Uwe K 18.08.2015 um 16:52 Uhr Antworten

      @Carsten 17.03.2015 um 09:39 Uhr

      „Ein Pro­dukt, dass mas­siv bewor­ben wurde, muss schlech­ter sein als die Kon­kur­renz und wird daher gemieden.“

      Inhaltlich stimme ich dir zu! Allerdings solltest du lernen, das von dass unterscheiden zu können, dann wirken deine Beiträge deutlich intelligenter.

  3. Robert 17.03.2015 um 10:08 Uhr Antworten

    Mit Adblock Edge sieht man auf keiner der genannten Websites irgendwelche Werbung, ein Werbeblocker der keine Lücken hat und hier keine Erwähnung findet.

  4. Mario 17.03.2015 um 10:41 Uhr Antworten

    @Carsten:
    Wenn du es so scheiße findest, dann wäre die Alternative die Seiten einfach nicht zu nutzen. das wäre konsequenter, anstatt Dir die Welt so zu machen wie sie dir gefällt.
    Du gehst auch nicht in Kaisers und sagst ich zahl die Aldi Preise, sondern gehst ggf zu Aldi

  5. Ralf 17.03.2015 um 11:51 Uhr Antworten

    @Carsten Es gibt eben einen Haufen asoziale Leute, die wollen gern alle Leistungen umsonst nutzen, sind im Gegenzug aber nicht mal bereit, Werbung einblenden zu lassen.

    Hosting, Programmierung, Redaktion, alles kostet Geld, um eine gute Dienstleistung zu gewährleisten. Und diese Leute bilden sich ein, Sie müssten das alles aber kostenlos bekommen. Gehen die auch kostenlos arbeiten?

    Wenn mich das irgendwann zu doll ärgert, bekommen AdBlock-User bei mir zukünftig nur folgende Textseite zu sehen:

    „Sie benutzen AdBlock – daher erhalten Sie keinen Zugriff auf meine Website.“

    1. shi 18.03.2015 um 16:26 Uhr Antworten

      @Ralf: Werbeeinblendungen bringen kein Geld, sondern auf die Banner klickende Besucher.
      a) wenn jemand explizit keine Werbung sehen möchte, einfach kein Interesse daran hat, wird er sie – auch wenn sie erzwungen wird – ignorieren.
      b) Ich bezahle für Inhalt den ich lesen möchte und gut finde. Ich möchte keine Werbung sehen. Wo bitte ist das „asozial“?
      Würdest Du mögen z. B. auf dem Wochenmarkt von Leuten verfolgt zu werden, die Dir Ratschläge geben, wo Du Gemächtvergrößerungspillen bekommen kannst und/oder dir lautstark den frischen Fisch bei Ernst Matjes Fischladen empfehlen? Ja, Du hörst weg, wenn es dich nicht interessiert. Das macht Dich nicht asozial.
      c) die Crux ist eher das auch an bestimmter Werbung interessierte Menschen sich Adblocker installieren und vorgefertigte Blocklisten eingebunden werden die alle Werbung entfernen. Daran verdient dann derjenige der diese Anwendung mit den Standardeinstellungen kontrolliert („unaufdringliche Werbung zulassen“).

      Die Idee Werbung nicht mehr (sichtbar) über 3rd-Parties einzublenden und dadurch unblockbar zu machen ist weder neu, noch einzigartig, noch 100% erfolgreich.

      Ich verwende z. B. keine vorgefertigte Listen, sondern führe meine Eigene. Inhalte werden anhand einer Struktur im HTML eingebunden, wenn Du diese Strukturen ausblendest, ist die Werbung darin – egal ob über die gleiche Domain oder 3rd-Parties ausgeblendet. Deshalb amüsiert mich der Artikel.

      Gruß

      shi

    2. Bernd 14.04.2015 um 14:36 Uhr Antworten

      Ich bin mir sicher, dass der Unterhalt eines Webservers und das Füllen einer Seite mit Inhalten Geld kosten. Aber was bringt mir als Leser beispielsweise der Inhalt, wenn ich permanent durch nervtötende (und vor allem massiv ablenkende) Blink-Werbung davon abgehalten werde, dessen Aussage auch aufzunehmen? Oder wenn dieser durch mitscrollende, beinahe bildschirmfüllende Banner verdeckt wird?
      Warum sollte ich es mir als Nutzer gefallen lassen, dass die Bedienung eigenmächtig geändert und eine fremde Seite geöffnetwird, nur weil ich zufällig irgendwo in das Fenster geklickt habe, um dem Fenster den Fokus zu geben, damit ich bequem per Mausrad scrollen kann?

      Ja, ich nutze AdBlock Plus, weil ich den ganzen Scheiß einfach satt habe. Und ja, ich habe auch einige Seiten auf der Whitelist stehen — aber bei denen gibt es auch diese Probleme nicht.

      Ich verstehe ja, dass Geld verdient werden muss und dass Werbung ein relativ einfaches wie etabliertes Mittel dafür ist. Und wenn man nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, wird man gemerkt haben, dass ich grundsätzlich erst einmal nichts gegen Werbung habe. Sie muss halt zum Thema passen und darf nicht in einem Maße um Aufmerksamkeit geifern, dass man sich nicht auf das konzentrieren kann, weswegen man eigentlich auf der Seite gelandet ist — die Rede ist vom Inhalt (wer hätte das gedacht)! Und damit stehe ich weißgott nicht alleine da!

      Und jetzt stellen sich die Werbeeinblender wieder in die Opferecke und heulen rum, dass ja keiner mehr Werbung anzeigen lässt (siehe Text: plus 70% in 12 Monaten). Und anstatt zu fragen warum die Leute so reagieren, wird einfach der nächste, noch größere Hammer ausgepackt. So nach dem Motto „viel hilft viel“. Aber einen Scheißdreck tut es. Viel mehr radikalisiert das die Nutzerschaft („mir reciht’s, ich block‘ jetzt alles, ist einfacher“). Gerade auch wegen dieses unseriösen Drecks, der da von Ligatus und Konsorten ausgeliefert wird und den die großen Webenetzwerke (zu recht) nicht haben wollen
      – „2800 Euro rein, 1 Mio. Euro raus“ (denn irgendwelche sieben Aktien gehen wohl im Laufe des Jahres steil — als ob)
      – „verliere 30 Kilo in 2 Wochen“ (wie gesund — wahrscheinlich soll man sich ein Bein abhacken).
      Aber mal ehrlich: mit so einem unserösen und gefährlichen Müll will man doch sein Geld nicht verdienen, oder doch?

      Das Schöne an HTML und JavaScript ist ja, dass es ohne Weiteres einsehbar ist und Abwehrmaßnahmen entwickelt werden können. So zum Beispiel mit folgendem Greasemonkey-Userscript:
      window.UABPTrack=function() { return; };… einfach nur ’nen Namen und ’nen Namespace eintragen und anzuwendende Seiten leer lassen 🙂

  6. Matthias 18.03.2015 um 17:53 Uhr Antworten

    Dann wird es ein Katz und Mausspiel werden. Es wird neue Werbeblocker geben, die dann z. B. bestimmte Bildergrößen blockieren, ö. ä.
    Ich als Webmaster muss die Werbeblocker-Besucher einer Webseite einfach mit einkalkulieren. Das ist auf Dauer der einzig wirtschaftliche Weg.

  7. Grump 18.03.2015 um 20:23 Uhr Antworten

    Wenn „die Dateinamen dynamisch vergeben und permanent geändert“ werden, müsste die Seite nur ein zweites mal nachgeladen werden und alle neu hinzukommenden Inhalte ausgeblendet werden…

  8. nosfu 07.04.2015 um 21:23 Uhr Antworten

    Ja ne is klar,
    als Antwort auf die Adblockproblematik bringt Ihr so Schoten wie „Dax-Absturz in Kürze“ „Euro-Zerstörung 2015“, auf Focus.de wollte man mir ein Waldinvestment mit 12 % Zinsen aufdrücken und auf Gamestar.de erzählen, dass man aus 4.800 EUR eine Million Euro machen kann.
    Ich blocke auch diese Werbung weg, ist nämlich babyeinfach.
    Wenn das Eure Antwort, liebe Werbebranche und Medienbranche, auf das Adblockproblem ist, dann gute Nacht. Am besten mal die Firmen googlen, die da Werbung schalten und lesen, was der Verbraucherschutz dazu sagt.
    Wenn man nichts dazu lernt, hab ich kein Mitleid wenn Euch alles weggeblockt wird und dann die Einnahmen auf Null gehen, sorry.

  9. Oliver C. Thornton 08.04.2015 um 01:03 Uhr Antworten

    Technisch lässt sich das recht trivial mit Erweiterungen wie GreaseMonkey umgehen (für die aktuellen AdBlock-Umgehungen von Veeseo/Addefend/Ligatus). Einfach Userscript ohne Domaineinschränkung anlegen, das hebt die Inline Javascripte die die Werbung erzeugen in die Funktionslosigkeit, die Werbung ist weg (zumal ich sie für überwiegend Abzockwerbung halte):

    // ==UserScript==
    // @name _Replace select javascript on a page
    // @require https://gist.github.com/raw/2620135/checkForBadJavascripts.js
    // @run-at document-start
    // @grant GM_addStyle
    // ==/UserScript==
    checkForBadJavascripts ( [
    [ false,
    /UABP/,
    function () {}
    ]
    ] );

  10. STOP LOUDNESS WAR ADVERTISSING 19.06.2015 um 18:04 Uhr Antworten

    Schaue auch schon seit 10 Jahren kein TV mehr weil ich kein Bock mehr darauf hatte mich im 20 Minutentakt von dieser Aggressiven überlauten (Loudness War) Brüllaffenwerbung anschreien zu lassen. Diese Brutale Art Werbung zu machen zeugt doch wirklich nur von Schlechten Produkten. Sowas hat nicht einmal die Berechtigung sich Werbung nennen zu dürfen. Das ist Legalisierter Psychoterror bzw. Massenstalking Brutalster Art was verboten gehört und Strafrechtlich verfolgt werden müsste.
    Das selbe für das Internet. Aufdringlicher Psychoterror, Nein Danke, Abgelehnt.

  11. Johann 04.07.2015 um 12:07 Uhr Antworten

    Danke für diese Aufschlüsselung, was sich selbst nach Adblock noch vermarkten läßt.

    Ich würde aber sagen, daß man daran eigentlich nur sieht, auf welchem verlorenen Posten Online-Werbung inzwischen läuft, und daß sich Website-Betreiber nach einer anderen Form der Monetarisierung ihres Traffics umsehen sollten.

    Die Alternative zu Werbung sind meiner Meinung nach nicht Paywalls, sondern freiwillige Spenden. Eine meiner Websites hatte ich längere Zeit mit Spenden monetarisiert und Benutzer spenden, wenn es leicht ist und man als Betreiber konstant die Spendenrate optimiert.

  12. Elmond 08.07.2015 um 12:47 Uhr Antworten

    Das Internet sollte FREI sein!
    Mit Werbung wird mir etwas aufgedrängt, was ich garnicht sehen will. Vor allem Pop-Ups, Animationen und Töne in Werbung sind sehr aufdringlich und sind für mich eine aufdringlice Belästigung. Gegen Stalker kann man sich mittlerweile gerichtlich wehren, gegen solche Werbung bleibt einem einfach nur ein Werbeblocker.

    Ähnliches gilt für Videos. Wo manchmal einfach Werbung eingeblendet wird und manchmal eben nicht. Dem Benutzer wird hier gar keine Wahl gelassen, ob er die Werbung sehen will oder nicht.

    Wer solche Werbung schaltet sollte seine Benutzer zuvor davor warnen! Das wäre zumindest ehrlich und ich als Benutzer kann mich entscheiden, ob ich mich darauf einlasse oder nicht.

    Ich bin gerne bereit bei für mich relevanten Inhalten etwas zu spenden. Ich denke es gibt viele Menschen, die das ähnlich sehen. Voraussetzung hierfür ist ein einfaches Spendensystem, das schnell vonstatten geht.

    Der Erfolg von Adblock zeigt, dass die Menschen die Nase voll von aufdringlicher Werbung und der damit verbundenen Manipulation haben. Eine Aushebelung von Adblock löst das Problem sicherlich nicht, sondern macht die Menschen eher sauer. Und sieht man sich mal die nun eingeschleuste Werbung an:
    „Reich werden mit Optinen“, „Rasant Abenhmen!“, „DAX-Absturz in Kürze“, „Euro-Zerstörung 2015“, „Sicherheit für nur 7,90€“… so sind das doch die reinsten Bauernfängern-Slogans, hier wird gnadenlos mit der Angst der Menschen gespielt. Und sowas auf scheinbar seriösen Seiten wie Stern, Focus oder Gamestar, die offenbar kaum Einfluss darauf haben (bzw. nehmen wollen) auf das was auf ihren Seiten beworben wird…

  13. Dominik 23.07.2015 um 03:09 Uhr Antworten

    @Carsten
    Gute Produkte verbreiten sich nicht ohne weiteres von allein. Ob man nun aufdringlich im Freundeskreis die Grundverbreitung anregt oder Werbeanzeigen genau für die schaltet, die sich offensichtlich dafür interessieren.

    Generell stimme ich dir aber bei Focus und Co zu. Wie diese Verlage Ihre Seite zuknallen ist nicht mehr feierlich. Und ich kann mir nur wünschen, dass solche Unternehmen das in den nächsten Jahren deftig zu spüren bekommen, was sie dann auch zum einlenken bewegt.

    Es wird immer so sein, wo ein Medium mit Reichweite ist, wird es auch Werbung geben. Aber heutzutage gibt es Native Ads und Co. Aber nein man muss ja immer weiter auf nervig blinkende Display Ads oder übermäßiger Video Werbung (siehe z.B. Pro7 Mediathek oder Focus) setzen.

    Ich persönlich habe ebenso Adblock aktiviert, jedoch gebe ich Seiten die ich regelmäßig Besuche & mich deren Werbung nicht stört oder sie gar als interessant empfinde (z.B. Google SEA) einen Whitelistplatz.

    Alle die sagen das Internet muss ohne Werbung sein, sollen sich bitte alle Seiten die Werbung haben auf Ihre Blacklist setzen. Wikipedia als Startseite einstellen und fleißig Spenden.

    @Zur „neuen Adblock Technologie“
    Ich persönlich würde den deutschen Vermarktern angesichts des Google Wettbewerbs einfach mal raten sich etwas ehrlicher zu machen. Überzogene CPM, CPC etc bei gleichzeitig zum Teil witzhaften Targeting Optionen werden genau so wie die klassichen Media Agentur Geschäftsmodelle vielleicht schon in 3 oder vermutlich spätestens in 10-15 Jahren Geschichte sein.

    Irgendwann wird es nicht mehr möglich sein durch bessere Konditionen die Publisher für sich zu gewinnen, wenn keine Advertiser mehr da sind. Hingegen begrüße ich Vorstoße wie von der Seeding Alliance bzw. Plista in Richtung Native Ads. Das ist zukunftsweisende Technik, was es verdient als Netzwerktechnologie vermarketet zu werden.

    Die Basis um Adblock Nutzer zu messen bzw. auch denen Werbung auszuspielen ist durch die Verlagerung von Client zur Server relativ einfach gelöst. Und vermutlich von jedem Verlagshaus binnen weniger Stunden selbst umzusetzen. Derartiges als den großen Sprung zu Feiern, da kriege ich leicht müde Augen was die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft in diesem Belang angeht.

  14. nomatrix 19.08.2015 um 02:48 Uhr Antworten

    wir alle haben unser päckchen zu tragen. da argumentieren diverse diensteanbieter, sie müssten werbung auf ihrer seite schalten, weil die seite ja bezahlt werden müsse. schön. aber wessen entscheidung ist es denn gewesen diese internetseite zu betreiben?

    wenn ich mich dazu entscheide ein auto zu fahren, dann bin ich es der dafür zu bezahlen hat. und sonst niemand.

    wenn ich mich dazu entscheide das internet zu nutzen, dann muss ich dafür bezahlen. und sonst niemand.

    genaus so ist es mit diesen ganzen diensteanbietern. wenn die der meinung die müssen ihre dienste anbieten, dann sollen sie es auch tun. und auch dafür bezahlen.

    es gibt eine ganz einfache lösung. geld für die dienste zu verlangen. genauso wie beispielsweise auf chip.de diverse artikel nur gegen bezahlung abgerufen werden können. oder so wie pay-tv.

    es gibt überhaupt gar keine notwendigkeit irgendwo werbung einzublenden.

    an meinem briefkasten ist ein aufkleber angebracht auf dem geschrieben steht dass ich keine werbung haben will. das ist mein recht. im internet wird mir dieses recht aber in abrede gestellt. ich werde stattdessen dazu genötigt einen werbeblcoker einzusetzen.

    ich habe hier mittlerweile auch diverse greasmonkey scripte am laufen. ich werde dazu genötigt soetwas zu nutzen.

    wie bereits erwähnt steht es den herrschaften frei ihre angebote bezahlpflichtig zu gestalten.

  15. Weber 28.08.2015 um 13:38 Uhr Antworten

    Am besten Nutzer von Werbeblockern aussperren, damit sie merken was sie ohne Werbung zur Finanzierung der Seite sehen würden. Nämlich nichts. Solange die meisten Webseiten Nutzer mit Werbeblockern den Zugang zu ihren Angeboten gestatten, geben die Nutzer der Blocker tolle Ratschläge, ohne zu Wissen wie man eine Webseite macht und wie viel Arbeit dahinter steckt. Mein Rat: konsequentes Aussperren von Adblock Nutzer auf Werbefinanzierten Seiten.

  16. Pinkes Einhorn 11.09.2015 um 15:05 Uhr Antworten

    Mich stört Werbung, also blocke ich sie. Jedoch wenn ich eine Seite regelmäßig besuche und dementsprechend den Content zu schätzen weiß, dann bezahle ich auch gerne ein Premiumabo mit der ich die Werbung entfernen kann. Diese Premiumangebote sind aber häufig mangelhaft umgesetzt oder nicht vorhanden. Bei einer nicht näher genannten Seite aus dem Spielejournalismus ist es sehr gut gelöst. Faire Preise, jederzeit kündbar und alles ist auch ohne Premium konsumierbar. Selbst mit Adblocker und ohne etwas zu bezahlen. Für Gelegenheitssurfer okay. Wer das Angebot zu schätze weiß und die Seite regelmäßig frequentiert tut sich keinen Gefallen wenn er entweder die Werbung nicht akzeptiert oder kein Premium kauft. Nichts ist umsonst. Bei fairen Preisen kann man ins Geschäft kommen. Was auch ne Lösung wäre, gerade bei Seiten welche zig Themen anbieten, dass man verschiedene Tarife bekommt. Z.B. bei einer Nachrichtenseite nur für die Nachrichten im Thema X abonniert. Wenn mich die Bundesliga interessiert und sonst nix, dann will ich kein Vollabo mit Klatsch und Tratsch, Politik und Wasserball.

  17. Focusboy 26.10.2015 um 13:04 Uhr Antworten

    focus.de? Sowas schau ich mir nicht mal ohne Werbung an. Manchmal schaffen sie es meinen Browser auf ihre Seite zu navigieren, SCHOCK!

  18. Frank 01.12.2015 um 11:02 Uhr Antworten

    Ich besitze zwar einen großen TV, der aber schon seit Jahren an keinen Inhalte-Vergewaltiger mehr angeschlossen ist sondern ausschliesslich zum streamen genutzt wird nach meinen Bedürfnissen – und da gibt es mehr als genug Wege.
    Ich empfinde Werbung als geistige Vergewaltigung, als Kontaminierung, als unerträglich krass-aufdringlichen DRECK und MÜLL der mir suggerieren will Bedürfnisse zu emfinden die ich vorher nicht hatte! (und weiterhin nicht haben werde)

    Ich möchte allen raten uBlock/ den fork gorhill einzusetzen, der als Nachfolger von adblock edge gekommen ist und extrem konfigurierbar ist, eine mischung aus firewall und direkter sehr umfangreicher listenverwaltung, die disconnect, ghostery tech einschliesst, wird zzt. ständig ausgebaut.

    ich wäre eher bereit für wirklich guten investigativen journalismus moderat zu bezahlen anstatt mir von einer gleichgeschalteten mainstream propaganda presse mit müll jeglicher art zugeschüttet zu werden.

    es gibt genügend alternativ angebote im web die werbung nur sehr dezent betreiben, die werden bei mir gewhitelistet um die arbeit des/der betreiber(s) zu honorieren.
    ich kann nur hoffen das alle großen anbieter den bach runtergehen bis sie merken was sie anrichten.

    anstatt umzudenken vergraulen sie ihre sinkende userschar mit ausgrenzung, das geht schief, immer.

    was schrieben die anwälte von bild bei der anklage des YT posters wie die neuen layer blocks zu umgehen sind?
    das kerngeschäft der klientin ist werbung, die journalistisch verpackt wird (wortlaut ähnlich)…also doppelter müll…

    wenn ich etwas kaufen will lese ich testberichte, kritiken usw, fachmagazine um neues zu erfahren, sofern die nicht von der werbemüllindustrie gesponsert sind.
    heile-welt-mini-spielfilme glücklicher individuen zeugen nur von geistiger armut.
    und was die neue masche der pre-roll videomüll werbung angeht, solange keine neue lösung gefunden worden ist gibt es nur 2 möglichkeiten, ab FF42 kann man den tab „muten“, kleines lautsprechersymbol im tab, und den tab wechseln für 20 sek ca…die geistreichen antiblockerfinder haben das wohl vergessen…2te möglichkeit seite sofort schliessen, inhalt auf den großen videohostern suchen.

    JETZT NUR EIN SPOT!…..mit mir nicht.

  19. Christoph 22.12.2015 um 00:41 Uhr Antworten

    Mit der neueste Version von Adblock Plus wird die Werbung jetzt wieder geblockt.

    An diejenigen hier, die auf der Seite der Werbetreibenden argumentieren: Jetzt habt ihr viel Geld für diese „unblockbare“ Werbung ausgegeben, und es hat euch nichts gebracht. Statt das Katz-Maus-Spiel weiterzutreiben, hättet ihr das Geld lieber mal investieren können, um eine Lösung zu finden, die Eure Kunden auch so toll finden, dass sie sich nicht zur Adblock-Installation genötigt sehen.

    An die Erfinder von AdDefender: Herzlichen Glückwunsch, Ihr wart die einzigen Gewinner hier, denn Ihr habt damit Kohle gemacht. Das klassische „Wunderheilmittel“.

  20. nemo 22.12.2015 um 12:02 Uhr Antworten

    Von den guten Argumenten, die hier schon für Adblocker stehen mal abgesehen, sollte man auch darauf hinweisen, dass die Werbung bei den Benutzern von Adblockern typischerweise ohnehin nicht wirkt. Die hochgerechneten RPM-Zahlen oben sind deswegen auch Blödsinn, die sind bei von der Werbung restlos abgenervten Benutzern einfach nicht zu erzielen. Ich bin zB seit deutlich über 10 Jahren kein Telekom-Kunde mehr, einfach, weil deren Werbung (mit all den damals wie heute gängigen Mitteln, brutaler loudness, Klingelei, weitestmöglich reinschieben in redaktionelle Inhalte) nicht auszuhalten war. Die vernünftige Lösung für diese Konzerne wäre: Respektiert den (technologisch normalerweise ohnehin geschulten und damit in einer Woche Eure Werbung wieder ausblendenden) User, spart Euch die Investition in Adblockerblocker und steckt das Geld in die Verbesserung Eurer Produkte, dann kriegt Ihr die als Kunden eines Tages eventuell wieder.

  21. bubuc 27.12.2015 um 15:21 Uhr Antworten

    „und was die neue masche der pre-roll videomüll werbung angeht,“ habe ich gerade soeben die lösung für das focus Domain gefunden: das CookieKiller addon für firefox.
    Bei der Einstellungen die „einmal gelöschte cookies immer blockieren“ aktivieren und ihr habt ruh‘ vor die 10-30 Sekunden Müll.

  22. BD 03.01.2016 um 23:04 Uhr Antworten

    Einfach Add-on Greasemonkey und das Skript „Addefend Klatsche“ installieren und schon ist ruhe in der Kiste.

  23. bubuc 06.01.2016 um 09:45 Uhr Antworten

    @BD – ’sorry, aber dein Tipp ist unwirksam.

  24. bubuc 20.02.2016 um 02:10 Uhr Antworten

    Seit ein paar Tage habe ich die 6.51 und keine Probleme mehr. Von mir aus dann grünes Licht für das Upgrade.

  25. Max Dalichow 23.03.2016 um 14:00 Uhr Antworten

    Gute websites wie Golem.de bieten inzwischen ein Abo Modell für Leute, denen die Werbung auf die Nerven geht.
    Die Ligatus Lösung fällt augenblicklich vor allem dadurch auf, dass sie hauptsächlich für Websites wirbt, vor denen andere Webstes warnen (Virenschleudern, Betrugsanbahnungen, Verschwörungstheorien).
    Da frage ich mich, ob seriöse Medienhäuser solche Inhalte wirklich über ihre Sites transportieren wollen.
    Zum Vergleich mache ich manchmal den Adblocker aus. Und spätestens wenn jedes Quentchen Platz um die Redaktionellen Inhalte herum MAGENTA schreit, bin ich wiede überzeugt, dass es anders nicht geht.

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