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Exklusiv: Axel Springer will die Anteile an Idealo und Ladenzeile verkaufen

Preis könnte zwischen 300 und 500 Millionen Euro liegen

Der Empfang am Berliner Firmensitz von Idealo (Foto: Gründerszene, CC BY-ND 4.0)

Der Medienkonzern Axel Springer will sich von seinen Mehrheitsbeteiligungen an den Preisvergleichsdiensten Idealo und Ladenzeile trennen. „Das haben mir mehrere voneinander unabhängige Quellen bestätigt“, so Venture-Capital-Experte Sven Schmidt in der neuesten Folge des OMR Podcasts. Nach Schmidts Informationen spreche die Investment-Bank GCA Altium derzeit im Auftrag von Axel Springer potenzielle Käufer an.

GCA Altium lote dabei zwei Optionen aus: Entweder übernimmt ein Käufer beide Unternehmen gemeinsam, oder beide werden voneinander getrennt veräußert. „Das will man abhängig von der Nachfrage entscheiden“, so Schmidt.

40 Millionen Euro EBIT zu Peak-Zeiten

Axel Springer hatte bereits im Jahr 2006 74,9 Prozent der Anteile am Preisvergleichsdienst Idealo übernommen. Im Dezember 2011 folgte die Übernahme der Mehrheit an der Visual Meta GmbH durch Idealo. Visual Meta betreibt europaweit Produktsuchmaschinen wie Ladenzeile und Shopalike, die sich eher auf den Modebereich konzentrieren. Laut aktuellem Handelsregisterauszug hält die Idealo Internet GmbH derzeit 75 Prozent der Anteile an der Visual Meta.

Sowohl Idealo als auch Visual Meta seien für Axel Springer sehr erfolgreiche Akquisitionen gewesen, die deutlich zum Gewinn des Konzerns beigetragen hätten, so Schmidt. Zu besten Zeiten soll Idealo unbestätigten Informationen zufolge einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 40 Millionen Euro erwirtschaftet haben, sagt Schmidt im Podcast. Später soll sich dieser aufgrund von Algorithmus-Updates von Google (Idealo akquiriert einen Großteil des Traffics über Google) und hohen Investitionen in die IT halbiert haben, steige derzeit aber angeblich wieder. Visual Meta habe Gerüchten zufolge zu besten Zeiten ein EBIT von 20 Millionen Euro generiert.

Springer will gegenüber der Börse Stärke demonstrieren

Sven Schmidt

„Ich kann mir die Entscheidung für den Verkauf nur damit erklären, dass Axel Springer zuletzt vom Börsenmarkt Gegenwind bekommen hat“, sagt Schmidt. So sei die Übernahme von Business Insider beispielsweise vom Kapitalmarkt eher kritisch gesehen worden. Mit einem möglichen, erfolgreichen Verkauf von Idealo und Ladenzeile könne Vorstandschef Mathias Döpfner zum einen dem Kapitalmarkt beweisen, dass Axel Springer mit den eigenen M&A-Aktivitäten Wert generieren könne. Außerdem demonstriere Springer damit gegenüber der Börse, dass sich der Konzern auf sein Kerngeschäft, nämlich Werbevermarktung und Classifieds konzentrieren will.

„Der mögliche Käufer kann eigentlich nur aus dem Private-Equity-Bereich kommen“, so Schmidt. Zwar sähen Idealo und Ladenzeile für einen TV-Sender wie Pro-Sieben-Sat1 auf dem Papier ebenfalls nach sinnvollen Übernahmekandidaten aus, weil dieser durch TV-Spots und redaktionelle Integrationen die Abhängigkeit der beiden Unternehmen von Google deutlich reduzieren könne. Die Organisations- und Gehaltsstrukturen in einem Konzern würden es jedoch nicht erlauben, den Gründern der beiden Unternehmen den nötigen Anreiz zu bieten, um an Bord zu kommen, beziehungsweise nochmals ins operative Geschäft einzusteigen. Idealo-Gründer Martin Sinner beispielsweise hält immer noch zehn Prozent an dem Unternehmen, ist derzeit aber für Media-Saturn tätig.

Idealo muss die Mobile-Herausforderung lösen

Dass die Gründer „nochmal Gas geben“, wie Schmidt sagt, sei essenziell für die Zukunft der beiden Unternehmen. Idealo habe unter der Verschiebung der Internetnutzung auf mobile Geräte gelitten. Zum einen, weil ein Großteil der angebundenen Partner-Shops nicht Mobile-optimiert seien, weswegen Idealo-Nutzer auf dem Smartphone in den Shops der Partner nicht konvertierten und der Klick dementsprechend für die Partner-Händler wenig bis nichts wert sei. Zum anderen biete Amazon eine sehr viel bessere Nutzererfahrung. Die Möglichkeit, einen Kauf direkt auf Idealo abzuschließen, soll dieses Problem lösen. Derzeit bieten den „Idealo Direktkauf“ aber noch sehr wenige Shops an. Um das zu ändern, sei sehr gutes Management vonnöten, so Schmidt. „Das kann man nicht über Autopilot steuern.“

Der potenziell erzielbare Preis für beide Unternehmen hänge deswegen auch stark davon ab, wie eng sich die Gründer an diese binden. „Wenn ich ganz grob über den Daumen gepeilt davon ausgehe, dass beide Firmen derzeit ein EBIT von 40 Millionen Euro generieren, dann könnte der Preis bei einem Käufer aus dem Private-Equity-Bereich bei 400 Millionen Euro liegen“, so Schmidt.

Wie Sven Schmidt selbst die Entscheidung von Axel Springer bewertet, wo im Detail die aktuellen Chancen und Risiken der Geschäftsmodelle von Idealo und Ladenzeile liegen und was der VC-Experte über die Gerüchte eines möglichen Notverkaufs von Soundcloud denkt – das hört Ihr in der kompletten Folge des OMR Podcasts.

Unsere Podcast-Partner

Erneut als Partner mit dabei sind die Kollegen von Concardis. Das Unternehmen hat hat ein Tool zur Zahlungsabwicklung entwickelt, das in alle gängigen Shop-Systeme integriert werden kann. Jedes Unternehmen, das mit Payments im digitalen Bereich zu tun hat – vom Startup bis zum Konzern – sollte sich die Lösung auf jeden Fall einmal anschauen. Natürlich unterstützt Concardis alle gängigen Zahlungsmethoden. Wenn Ihr Euch die Einrichtungsgebühr sparen wollt, dann schaut bei www.concardis.com/omr vorbei – denn die liegen normalerweise zwischen 50 und 300 Euro.

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Letzte Woche haben wir schon auf den neuen Shop unserer Report-Kollegen hingewiesen. Heute empfehlen wir Euch erneut die Report-Ausgabe „Facebook Advertising Pro“. Auf 100 Seiten haben Experten ihre Tricks und Tipp aus der Praxis zusammengetragen und zeigen, was man mit Facebook Pixel, Custom Audiences und Dynamic Ads anstellen kann.

Alle Themen des „Breaking News“-Podcasts mit Sven Schmidt im Überblick:

  • Was könnten die Gründe dafür sein, dass Axel Springer Idealo und Ladenzeile verkaufen will? (ab 1:51)
  • Würde Springer mit den Gründern von Idealo und Ladenzeile nicht auch enorme Digitalkompetenz verlieren? (ab 6:39)
  • Wie stehen Idealo und Ladenzeile aktuell da und welche EBITs haben sie zuletzt generiert? (ab 9:29)
  • Was sind die Risiken und die Chancen der beiden Unternehmen in der nächsten Zeit? (ab 11:35)
  • Warum Idealo mit dem Idealo Direktkauf künftig von Änderungen bei der Google Product Search profitieren könnte (ab 15:16)
  • Von welchen Faktoren hängt der erzielbare Preis ab? (ab 19:46)
  • Wie viel sind nach Schmidts Ansicht die Firmen derzeit wert? (ab 25:10)
  • Sind Idealo und Ladenzeile ein weiterer Beleg für Springers Cleverness im M&A-Bereich? (ab 28:05)
  • Warum die Gründer der beiden Unternehmen zur Crème de la Crème der deutschen Digitalszene gehören (ab 33:03)
  • Warum Ladenzeile-Gründer Johannes Schaback Gerüchten zufolge nicht bei Project-A anheuern wollte und warum Idealo und Ladenzeile für einen Private-Equity-Investor ein attraktiver Kaufkandidate sein könnte (ab 34:20)
  • Warum Deutschland Marktführer im Performance Marketing ist, warum Performance Marketing in Zukunft aber möglicherweise nicht mehr der entscheidende Werttreiber ist und warum Idealo da schon auf dem richtigen Weg ist (ab 39:23)
  • Was denkt Sven über die Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Soundcloud? (ab 41:40)
  • Warum hat Soundcloud die Probleme mit Investitionen von 250 Millionen Euro bisher nicht beheben können? (ab 46:08)
  • Wer könnte Soundcloud zu welchem Preis kaufen? (ab 54:10)

Wie immer könnt Ihr die neue Folge vom OMR Podcast ab sofort bei Soundcloud, iTunes (falls die aktuelle Episode noch nicht sichtbar ist, einfach abonnieren) oder per RSS-Feed verfügbar. Ihr könnt uns außerdem auf den Plattformen Stitcher und Deezer finden. Viel Spaß beim Anhören – und vielen Dank für jede positive Bewertung.

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4 Kommentare

  1. Tommy 15.03.2017 um 13:21 Uhr Antworten

    Sehr interessante Folge. Vielen Dank!

  2. Ina 15.03.2017 um 19:21 Uhr Antworten

    Super Podcast. Bin gespannt, wo die Reise hingeht für Idealo und Ladenzeile…Danke für die tolle Folge!

  3. Thorsten 16.03.2017 um 08:44 Uhr Antworten

    Vielleicht wäre Idealo sogar ein Übernahmekandidat für Google im deutschen/ europäischen Markt? Googles Produktsuche ist ja weit von dem entfernt, was z. B. Idealo mit der Volltextsuche und Verfeinerungskriterien bietet. Langjähriges Know how und eine hohe Abdeckung des Marktes ist ja vorhanden. Nur sollte Idealo künftig Abstand von der Manipulation von Suchergebnissen und Sponsoring nehmen wie unter Springern/ Computer BILD geschehen – sowas zerstört Vertrauen in einen Dienst.

  4. Jörn 16.03.2017 um 22:25 Uhr Antworten

    Super Podcast! Wünsche den Gründern alles Gute und hoffe, dass der potenzieller Käufer weiß, wie er die genanten Risiken eindämmen und Stärken ausbauen kann.

    Bin gespannt wie sich die Sichtbarkeit der Projekte entwickelt, wenn die ganzen starken Axel Springer Links wegfallen.

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