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Digitale Glaskugel: Diese Marketing-Entwicklungen werden wir im Jahr 2016 vielleicht erleben

Welche Trends setzen sich in den nächsten zwölf Monaten durch?

"Bei Osiris und bei Apis, welche digitalen Trends erwarten uns im Jahr 2016?"

„Bei Osiris und bei Apis, welche digitalen Trends erwarten uns im Jahr 2016?“

Online-Ad-Spendings holen TV-Erlöse ein, große Publisher stellen ihre Homepage ab und setzen nur noch auf Facebook, 2016 kommt garantiert der große Fintech-Durchbruch. Das neue Jahr ist zwar erst wenige Tage alt, digitale Experten überschlagen sich mit Voraussagen zu Tech-Trends für das Jahr 2016 trotzdem schon seit Monaten. Um dieser, zugegeben häufig an Bullshit-Bingo erinnernden Fachsimpelei irgendwie Herr zu werden und nicht den Überblick zu verlieren, haben wir die Vorhersagen von dreien der smartesten Marketing-Typen aus der Branche durchgeschaut und die aus unserer Sicht spannendsten herausgefiltert, zusammengefasst und um unsere Meinung ergänzt. Experten-Meinungen und Einschätzungen, mit denen Ihr versteht, wohin die Online-Marketing-Reise geht. Und so viel können wir schon mal verraten: Die drei Beispiele vom Anfang tauchen dabei nicht auf…

Den Auftakt unseres Blicks in die digitale Glaskugel macht ein für Branchenkenner und treue Rockstars-Fans alter Bekannter: John Battelle, seines Zeichens Wired-Gründer und legendärer Marketing-Vordenker, stand schon im Februar 2014 auf der Bühne der Online Marketing Rockstars und veröffentlichte jetzt wie jedes Jahr seine ganz persönlichen „Predictions 2016“. Ein paar ziemlich smarte Gedanken, die teilweise auch schon in unseren Artikeln eine Rolle spielten.

Das App-Ökosystem wird sich verändern – zum Guten!

Die Problematik ist mindestens genauso alt wie das App-Ökosystem selbst: Mobile Anwendungen wurden von Anfang an isoliert voneinander gebaut, häufig stellt jede für sich ein eigenes, kleines Ökosystem dar, Verlinkungen von einer App in die andere (Mobile Deep Linking) funktionieren immer noch nicht so richtig nutzerfreundlich. Mit einem grenzenlosen Surfen von einem Dienst zum nächsten, wie man es vom guten, alten Desktop kennt, hat das nicht viel zu tun. John Battelle bezeichnete diesen Zustand schon vor einigen Monaten als „lächerliche Pre-Web-Phase“. Und auch 2015 gab es für ihn weder die entscheidende Entwicklung, noch ein konkretes Startup, welche das Interface oder die User-Experience am Smartphone so richtig revolutioniert hätten. Trotzdem ist er überzeugt: 2016 wird die Smartphone-Nutzung nicht nur weiterhin enorm zunehmen, sondern sich in der Nutzung auch deutlich dem Desktop-Web angleichen. Dann geht es von Link zu Link, von Dienst zu Dienst und von einer App in die andere und wieder zurück – also all das, was man vom stationären Internet seit Jahrzehnten kennt und liebt, kombiniert mit allen Vorteilen einer mobilen Anwendung. Battelle sagt dazu nur: „This is the chocolate meeting the peanut butter, folks.“ Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung dürften Googles App-Streaming-Pläne leisten, die wir uns in dem Zusammenhang auch schon genauer angeschaut hatten.

Nach dem Katastrophenjahr 2015 – Jetzt kommt das Twitter-Comeback!

Man braucht gar nicht lange drum herum reden: Für Twitter war 2015 ein richtiges „Scheiss-Jahr“. Neben dem immensen Wertverlust an der Börse, dem neuen, alten CEO und Gründer Jack Dorsey stand der 140-Zeichen-Dienst auch mit einer überraschenden Entlassungswelle in den Medien. In Deutschland fristet der Dienst währenddessen immer noch ein Nischendasein, auch als Traffic-Lieferant, wie wir anhand unserer eigenen Zahlen erst kürzlich gezeigt haben. John Battelle glaubt dennoch an ein erfolgreiches Jahr des US-Unternehmens und begründet das vor allem mit „Moments“. Die im Oktober gelaunchte Funktion zeigt Usern aggregierte Tweets zu den aktuell jeweils relevantesten Themen. So sollen vor allem neue User besser an den Dienst herangeführt werden und weniger „verpassen“, weil sie bestimmten Accounts nichts folgen. Das sei zwar nett, im Moment aber in der aktuellen Form noch kaum etwas wert. Laut Battelle müsse Twitter noch einen Schritt weiter gehen. Jedem User könnten beispielsweise automatisiert die zu seinem Interessen-Profil passenden Themen-Moments präsentiert werden, die wiederum von Experten im jeweiligen Bereich kuratiert werden. Das wäre ein echter Mehrwert. Auf jeden Fall vorstellbar und technisch möglich – wir sind gespannt. Weitere Pro-Twitter-Argumente für 2016 hat auch SEO-Legende Rand Fishkin parat: Unter anderem werde die Indexierung bei Google extrem zulegen.

(Foto: fortune.com)

(Foto: fortune.com)

Publisher versus Plattformen – And the winner is…?

Beim anhaltenden „Kampf“ zwischen Publishern und Plattformen rechnen die meisten wohl Facebook & Co. die besten Chancen zu. Welcher Content-Producer will schon auf das größte Social Network verzichten? Und warum dann nicht gleich, wie es zahlreiche Projekte aus den letzten Monaten und Jahren vormachen, seine Inhalte direkt nur auf Facebook veröffentlichen? Dass diese Entwicklung langfristig auch unter etablierten Medienmarken, die innerhalb der Netzwerke ihren Content wenn überhaupt nur schlecht monetarisieren können, ihre Opfer fordert, dürfte sehr sicher sein. Da will auch John Battelle nicht widersprechen. Trotzdem betrachtet er diese Thematik noch aus einem anderen Blickwinkel und ist sich sicher, dass beide Seiten noch stärker voneinander profitieren werden. Es sei ein Geben und Nehmen: Publisher binden durch ihren Content User an Plattformen und verhelfen so möglichweise neuen Playern sogar zum Durchbruch; etablierte Plattformen wiederum wollen vor allem mittelgroßen Publishern zum Erfolg verhelfen, um langfristig auch deren User zu binden. Die größten Anteile werden daran laut Battelle international auch weiterhin Facebook, Linkedin und Twitter (wenn „Moments“ sich seinen Erwartungen gemäß entwickelt) haben. Einen weiteren Player erwähnt er sogar noch extra: Die Blogging-Plattform Medium werde 2016 einen riesigen Schritt nach vorne machen und weiter an Relevanz zunehmen.

Search war mal dominierend, und wird es wieder

In den letzten Jahren hat sich der Fokus zunehmend auf soziale und mobile Plattformen und damit immer ein Stück weiter weg von der klassischen Type-In-Search (User tippt Keyword oder Frage in Suchmaschine ein und wählt aus Ergebnissen) bewegt. Dabei kann man in einer Zeit, wo nahezu alles in Sekundenbruchteilen abfragbar ist, der Suche doch gar nicht genug Relevanz zusprechen. Das findet auch John Battelle und betont die aktuelle Entwicklung, in der man Antworten erhält, bevor die Frage gestellt wird. Fasst man diese kontextsensitiven Dienste, künstliche Intelligenz, Voice (Siri & Co.) und den besagten klassischen Type-In-Traffic unter Search zusammen, dürfte klar sein, wie dominant dieser Bereich ist und bleibt. Mit neuen technischen Möglichkeiten werden, zumindest theoretisch, auch neue Geschäftsmodelle entstehen. Die spannendste Frage dabei wird sein, ob sich diese annähernd so schnell entwickeln können, wie die verschiedenen Use-Cases im Search-Bereich. Laut Rand Fishkin wird bei den klassischen Suchmaschinen überraschenderweise ein Underdog (oder besser Underduck) das Rennen in 2016 machen: DuckDuckGo, die wir schon Ende 2014 im Visier hatten.

Adtech und Internet of Things: Banner im Kühlschrank?

Beim Buzzword „Internet of Things“ denken wir häufig an den ans Netz angeschlossenen Kühlschrank, der Milch bestellt, wenn die angebrochene Packung leer ist. Einige ziemlich clevere Menschen, Marc Andreessen vom legendären VC-Unternehmen Andreessen Horowitz zum Beispiel, glauben, dass in nur wenigen Jahren jeder Gegenstand einen Chip enthalten wird. Es ist schwer in Zahlen zu fassen, dürfte aber jedem klar sein, welche enormen Datenmengen potenziell zur Verfügung stehen werden. Wie diese dann getrackt, live optimiert und abgebildet werden sollen, steht dafür noch ein wenig in den Sternen. John Battelle hat trotzdem schon mal einen Lösungsvorschlag parat: Adtech. Bekommen wir bald also endlich auch das Medium Rectangle von Dr. Oetker direkt in der Kühlschranktür ausgespielt? So ist es natürlich nicht gemeint. Battelle bezieht sich vielmehr auf die schon jetzt vorhandenen technischen Möglichkeiten im Adtech-Bereich, automatisiert mit riesigen Datenmengen umzugehen. Diese Technologie sei perfekt dazu geeignet, auch im Internet of Things alle vermutlich extrem Performance-basierten Regeln zu meistern. Entscheidende Grundlagen für diese Symbiose dürften 2016 geschaffen werden.

Gerät das wertvollste Unternehmen der Welt ins schwanken?

Apple ist zwar mit noch deutlichem Abstand vor Google das wertvollste Unternehmen weltweit, Innovationen im Stile des ersten iPod- oder iPhone-Launches blieben in den letzten Jahren allerdings aus. Fred Wilson, der mit seinem VC-Unternehmen Union Square Ventures unter anderem in Twitter, Tumblr und Foursquare investiert hat, beobachtet ebenfalls einen abebbenden Hype und erwartet nach einem schwachen Jahr 2015 ein noch schwächeres Jahr 2016. John Battelle sieht das ähnlich: Die hohen Erwartungen seien langfristig einfach nicht zu erfüllen und in den nächsten Monaten sei kaum mit spektakulären Ankündigungen zu rechnen; es werde langsam aber sicher langweilig.

Kommt jetzt die Chat-Bot-Welle bei Slack?

Fred Wilson hat neben seiner Einschätzung zu Apple noch weitere Meinungen parat. Eine der in unseren Augen spannendste: Das Teamchat-Tool Slack (was wir auch bei den Rockstars nutzen) wird auch 2016 weiter stark wachsen – und damit auch die ersten Probleme mit Spam-Bots bekommen. Als Konsequenz werden Spamfilter von Dritten gebaut, Bots professionalisiert etc. Ein eigenes kleines Ökosystem entsteht.

Ganz klar: Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl von teilweise sicher auch gewagten Prognosen. Trotzdem ist in unseren Augen jede einzelne Einschätzungen es wert, genauer darüber nachzudenken. Und was glaubt Ihr? Welche Trends und Entwicklungen seht Ihr für 2016?

Übrigens: Wenn Ihr einige der Macher der digitalen Zukunft einmal live in Farbe (auf unserer Bühne) erleben wollt, schaut Euch unbedingt das Line-Up unseres Rockstars Festivals mit Expo (25. Februar) und Konferenz (26. Februar) in der Hamburg Messe an. Es lohnt sich!

 
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1 Kommentar

  1. David 15.01.2016 um 02:24 Uhr Antworten

    Super Überblick, danke. Bei Twitter frage ich mich tatsächlich, ob sie die Wende schaffen. Dass sie das 140-Zeichen-Limit abschaffen wollen, deutet zumindest auf den ersten Blick auf sehr verzweifelte Zustände hin. Damit Twitter überlebt, braucht es auch weiterhin seine Alleinstellungsmerkmale. Auf die Moments bin ich hinsichtlich der praktischen Umsetzung gespannt.

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