close

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder aus!

Vielen Dank!
Die Nachricht wurde verschickt.

E-Mail (Empfänger)

E-Mail (Absender)

Betreff

Nachricht

CAPTCHA Image [ Neues Captcha ]

Neeeiiiin, Google experimentiert nicht mit Werbung über Google Home… bestimmt nicht…

Digitaler Sprachassistent kündigt Start eines Disney-Films an


Spielt Google künftig all jenen, die für möglicherweise über 100 Euro den „Personal Assistant“ Google Home gekauft haben, Sprachwerbung aus? Zumindest testet der Konzern aus Mountain View offenbar solche Modelle. Nutzer in den USA wurden von Google Home zuletzt im Rahmen ihrer morgendlichen Zusammenfassung mehr oder minder beiläufig darüber informiert, dass der Disney-Film „Die Schöne und das Biest“ aktuell in den Kinos startet. Das rief wenig Begeisterung hervor.

Bryson Meunier, SEO-Verantwortlicher beim US-Ticketportal Vivid Seats, dürfte nicht schlecht gestaunt haben, als ihm sein Google-Home-Gerät auf die Frage nach den wichtigen Informationen für seinen Tag nach einem kurzen Bericht über das Wetter und die mögliche Dauer seiner Fahrt zur Arbeit auch über den Kinostart eines Kinderfilms informierte: „Übrigens, Disney’s mit echten Schauspielern gedrehte, neue Version von ‚Die Schöne und das Biest’ startet heute. In dieser Version der Geschichte ist Belle die Erfinderin, und nicht Maurice. Für meine Ohren klingt das glaubhafter. Wenn Du mehr Filmspaß haben willst, sag mir, dass ich Dir mehr über Belle erzählen soll“, so die digitale Assistentin, wie in einem von Meunier auf Twitter geposteten Video zu sehen ist.

Er habe zuvor seines Wissens nach über Google nicht nach dem Film gesucht, schreibt der SEO-Experte in einem weiteren Tweet. Damit wäre es unwahrscheinlich, dass Google Home die Informationen über den Film aufgrund seiner bisherigen Interessen hinzugefügt habe.

 

User sind genervt von der ungenehmigten Werbung

Offenbar war Meunier auch nicht der einzigen Google-Home-Besitzer, dem die Kurzinfo über den Filmstart auf diese Weise ausgespielt wurde. Danny Sullivan, Chefredakteur des Branchendienstes Search Engine Land, konnte den Vorgang rekonstruieren und postete ebenfalls ein Video davon auf seinem Twitter-Account.

Viele weitere Nutzer bestätigten auf Twitter und anderen Social-Media-Plattformen, dass es ihnen genauso ergangen war. Nicht wenige von ihnen beschwerten sich über die Werbeaktion. Fast 12.000 Tweets zum Thema sorgten dafür, dass „Google Home“ in den USA zwischenzeitlich in den Trending Topics auf Twitter vertreten war.

Und nicht nur auf Google-Home-Geräten wurde die Werbung ausgespielt: Weil der „Google Assistant“ — die Sprach-Assistent-Software, auf der Google Home basiert –auch für Android Smartphones verfügbar und auf den Geräten teilweise vorinstalliert ist, berichteten auch Besitzer von Googles Premium-Smartphone Pixel auf Reddit von der Filmpromotion.

War dies nun der erste bezahlte Werbespot in Googles Sprachdiensten? Das Unternehmen selbst bestreitet dies. „Das ist keine Werbung. Das Tolle an ‚Assistant’ ist, dass er unsere Partner dazu einlädt, bei uns zu Gast zu sein und ihre Geschichten zu erzählen“, lautete das erste, eher verschwurbelte Statement, das ein Google-Sprecher gegenüber dem US-Branchendienst Marketingland abgab. Wenig später legte Google mit einer weiteren Stellungnahme nach, die schon ein wenig zerknirschter klang: „Dies war nicht als eine Werbeanzeige gedacht. Was derzeit online zirkuliert war ein Teil unseres ‚Mein Tag’-Features, das wir manchmal nach den hilfreichen Informationen über den Tag um zeitgemäße Inhalte ergänzen. Wir werden weiterhin mit neuen Methoden experimentieren, wie wir für unsere Nutzer interessante Inhalte zu Tage fördern, und hätten es in diesem Fall besser machen können.“

 

Hat Disney eine Kampagne auf eine Vielzahl von Google-Plattformen gebucht?

Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge hat Google das Ausspielen der Informationen über den Disney-Film wenig später gestoppt. Viele Nutzer äußern auch nach dem Dementi des Konzerns Zweifel an der Darstellung, dass dies keine Werbeaktion gewesen sein soll.

Auffällig ist zudem: Der Google Assistant war offenbar nicht die einzige Plattform, über die der Konzern aus Mountain View für Disney getrommelt hat – zumindest lassen entsprechende Posts von Nutzern auf Social-Media-Plattformen darauf schließen. So erhielt der dänische Medienexperte Thomas Baekdal auf seinem Android Handy über das Notification Center einen Hinweis auf den Film.

Wie Baekdal in einer Mail gegenüber Online Marketing Rockstars erklärte, habe die Nachricht nach Antippen derselben zu einer „Google Search Card“ geführt, in der ebenfalls der Film beworben worden sei. Er habe zwar zuvor nach Emma Watson und nach dem Film gesucht, sehe dies aber trotzdem als Werbung an. „Das Problem ist für mich nicht die ‚Search Card’ an sich“, so Baekdal. „Das Problem ist, dass sie mir das als Push-Nachricht zugestellt haben. Das ist wirklich aggressiv.“

Ein Nutzer auf Reddit berichtet zudem davon, dass die Youtube-App, die er auf seinem Smartphone installiert hatte, ohne sein Zutun auf dem Sperrbildschirm den Trailer des Filmes empfohlen habe:

Anderen Nutzern zufolge hat Google ähnliche Anzeigen bereits zuvor getestet.

Nachprüfbar sind diese Behauptungen nicht. Klar ist jedoch, dass Google in Zukunft auf jeden Fall mit werblichen Diensten innerhalb seiner Sprachdienste Geld verdienen will. Vizevorstand Sridhar Ramaswamy sagte in einem Interview im Rahmen einer Veranstaltung der Bank Credit Suisse auf die Frage, wie Google dies anstellen wolle: „Das kann eine rein transaktionelle Form annehmen, indem wir es unseren Nutzern leicht machen, eine Transaktion durchzuführen, oder es kann eine Promotion beinhalten.“ Sein Team prüfe unvoreingenommen alle Monetarisierungs-möglichkeiten.

 

Tracking-Sensor mitten im Wohnzimmer

Rein theoretisch böte sich Google mit Home auch die Möglichkeit, Nutzer im wahrsten Sinne des Wortes abzuhören, und auf diese Weise beispielsweise deren TV-Nutzung oder Markenvorlieben zu tracken. Dass eine Vielzahl von Nutzern nach dem jüngsten Football Superbowl und der Oscar-Verleihung darüber berichteten, dass ihre Google-Home-Geräte durch die TV-Spots des Konzerns für das Produkt unbeabsichtigt aktiviert wurden, zeigt in Ansätzen das Potenzial eines solchen Modells. Auf Twitter mutmaßte bereits ein Nutzer, dass ihm Werbung zu bestimmten Produkten ausgespielt wird, nachdem er in ihrem mit Google Home ausgestatteten Wohnzimmer über diese gesprochen hat. Belegt sind diese Behauptungen jedoch nicht.

Darüber, wie viele Google-Home-Geräte bislang verkauft worden sind (und welche Reichweite Google darüber somit potenziell erzielen kann), hat das Unternehmen bislang keine Auskunft erteilt. Voicelabs, ein Analytics-Anbieter für Sprachanwendungen (und damit sicherlich kein neutraler Marktbeobachter), schätzt, dass im Jahr 2017 herstellerübergreifend weltweit 24,5 Millionen Sprachassistenten verkauft werden und danach insgesamt 33 Millionen Geräte im Markt sein werden. Der größere Teil davon dürften jedoch Geräte aus Amazons Echo-Reihe sein, die anders als Google Home bereits offiziell international verkauft werden.

close

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder aus!

Vielen Dank!
Die Nachricht wurde verschickt.

E-Mail (Empfänger)

E-Mail (Absender)

Betreff

Nachricht

CAPTCHA Image [ Neues Captcha ]
 

OnlineMarktingJobs

  • imgsmallhover
    Consultant Conversion Optimierung (m/w)
    Hamburg
    Trakken Web Services GmbH
  • imgsmallhover
    Consultant Digital Analytics (w/m)
    Hamburg
    Trakken Web Services GmbH
  • imgsmallhover
    Online Marketing Manager SEO (m/w)
    Frankfurt am Main
    DER Touristik Online GmbH
  • imgsmallhover
    UX Designer (Interaction/Research)
    Hamburg
    Immonet GmbH
  • imgsmallhover
    Consultant AD Technology (m/w)
    Hamburg
    Trakken Web Services GmbH
  • imgsmallhover
    SEO Manager/in
    Stuttgart
    creative360
> Alle anzeigen

3 Kommentare

  1. Vadim Manakov 17.03.2017 um 22:15 Uhr Antworten

    Google könnte in Zukunft die Prinzipien von Permissionmarketing Marketing aufgreifen und durch bessere künstliche Konversation umsetzen. Aggressive Werbung erzeugt negative Emotionen, doch wenn dich Google fragt, ob du Disney magst, dann, ob du Die Schöne und das Biest magst, dich dann fragt, ob du den neuen Film gesehen hast und erst dann die Story erzählt, dann ist die optimale Werbewirkung erreicht. Über das Targetinger kann immer genauer ausgeliefert werden und plötzlich hat jeder seinen persönlichen Influencer im Haus und in der Tasche, der dir nur das vorschlägt, was dich interessiert und dir weiter hilft. So könnte es laufen. Oder wir werden weiterhin mit In-Your-Face-Ads beballert. Es bleibt spannend!

  2. Fabian Fröhlich 21.03.2017 um 17:34 Uhr Antworten

    Ähnlich interessante Frage, im Zusammenhang mit dem Podcast mit Boz: Passt Facebook die Werbung an den Content oder den angezeigten Content an die Werbung an?

  3. Cla 24.03.2017 um 17:46 Uhr Antworten

    Krass was die für Sachen bringen 😀

0 Pingbacks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*