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Instagate: Die Generalabrechnung einer Instagrammerin mit Fake Influencern

Die Reisebloggerin Nicole S. bezichtigt Kollegen des Follower-Kaufs


Es ist eine Brandrede: „Zurzeit, und schon seit einer Weile, erlebt Instagram einen Aufstieg der Fake Influencer“, schreibt Nicole S. in ihrem Blog EatLiveTravelDrink. Sie habe eine lange Liste von Leuten, die das System betrügen, indem sie Follower kaufen und Engagement faken. In einem langen Artikel erklärt sie, woran sie dies erkennt – und nennt auch vier ihrer Ansicht nach „Fake Influencer“ namentlich. Mit dabei ist auch ein deutscher Reise-Instagrammer.

Wenn man Influencer frage, wie sie ihre Reichweite aufgebaut hätten, würden sie in der Regel antworten, weil sie guten Content hätten, mit ihren Follower interagierten oder weil sie von großen Accounts gefeatured worden seien. Die Wahrheit sehe oft anders aus. „Es wird immer gängiger, dass Leute Follower kaufen, um sich für Firmen attraktiver zu machen. Und der Kauf von Followern geht meist mit dem Kauf von Likes einher, damit es so aussieht, als ob die Menschen den Content mögen. Manche kaufen sogar Kommentare“, schreibt Reisebloggerin Nicole S. (Update, Mittwoch 5. April, 13:25 Uhr: Mittlerweile ist der Text offline, mehr dazu unter dem Text). Dieses Phänomen müsse angesprochen und angegangen werden.

„Niemand wächst so schnell in einem Monat“

Sie habe bereits vor einiger Zeit damit begonnen, im Rahmen ihrer „Instagram Stories“ zu erklären, wie man gefakte Follower und die Leute, die diese kaufen, erkennen kann. In einem langen Erklärstück mit vielen Screenshots fasst sie nun ihre Erkenntnisse zusammen und nennt Namen: Der Niederländer Tom Grond (bei Instagram „traveltomtom“, 117.000 Follower), der Deutsche Max Mustermann* (bei Instagram 110.000 Follower), der US-Amerikaner Scott Eddy (bei Instagram mrscotteddy, 219.000 Follower, 1,09 Millionen Follower bei Twitter) sowie die offenbar aus Dänemark stammende Ekaterina Goroshko (bei Instagram „travellersplanet“, 193.000 Follower). Alle vier haben laut Nicole S. einen Teil ihrer Reichweite gefakt, um kostenlose Reisen und Hotel-Aufenthalte abgreifen zu können – oder vielleicht sogar dafür bezahlt zu werden.


Und Nicole S. erläutert auch, wie sie bei den genannten Accounts zu diesem Urteil gelangt ist. So hätten die „Luxus Lifestyle- und Reiseblogger“ Tom Grond („traveltomtom“) und Max Mustermann* laut ihren Socialblade-Statistiken im August vergangenen Jahres 21.000 Follower bzw. 17.000 Follower gewonnen. „Wisst Ihr, wer so schnell in einem Monat wächst? Quasi niemand – außer gut etablierte Accounts, die bereits über enorme Follower-Zahl verfügen“, so die Reisebloggerin.

Die Follower-Entwicklung von „traveltomom“ bei Instagram – auffällig das starke Wachstum im Sommer (Quelle: Socialblade)

Follower-Listen weisen Tausende „Ghost Accounts“ auf

Nach ihren Erfahrungen wüchsen Accounts mit 300.000 Followern in der Regel durchschnittlich um 400 Follower pro Tag. „Wenn Ihr seht, dass ein Account mit 100.000 Followern oder weniger genauso schnell oder sogar noch schneller wächst, ist möglicherweise etwas nicht in Ordnung. Sie könnten Follower kaufen oder sogar ‚Follow-Unfollow’ verwenden.“ Bei dieser Technik folgen Account-Betreiber (meist automatisiert durch einen Bot) in großem Stil anderen Accounts, damit diese im besten Fall zurückfolgen. Nach einiger Zeit entfolgen sie die jeweiligen Accounts wieder. Eine der beliebtesten Follow-Bot-Anbieter ist Instagress, über den wir bereits an anderer Stelle ausführlich geschrieben haben.

Dass nicht alle von Gronds und Mustermanns Instagram-Followern echt seien, lege laut Nicole S. auch ein längerer Blick auf die Accounts nahe, die den beiden folgen. Anhand von Screenshots zeigt sie einige Beispiele: Häufig bestehen die Namen aus Buchstaben- und Zahlenfolgen, die für Außenstehende keinen Sinn ergeben, und verfügen über kein Profilfoto. Die Bloggerin spricht von „Ghost Accounts“: Wenn man sich diese genauer anschaue, hätten diese meist selbst keine Fotos gepostet, folgten aber sehr vielen anderen Accounts. Auch an der Art der Kommentare lasse sich oftmals erkennen, ob ein Account echt sei.

Beispiele für verdächtige „Ghost Accounts“ (Quelle: Eatlivetraveldrink.com)

Features bei Millionen-Accounts bringen maximal 500 neue Follower

Vor dem August hätten beide ebenfalls im Pulk Follower eingekauft, danach hat sich das Wachstum auf 3.000 neue Follower monatlich eingependelt. „Haben sie plötzlich den Antrieb für ihren ‚Luxury Lifestyle’ verloren? Nein. Sie haben einen Punkt erreicht, von dem an sie mit allen Hotels zusammenarbeiten können, mit denen sie wollen, und mussten nicht mehr weiter ‚über Nacht wachsen’.“ Instagram-Postings lassen darauf schließen, dass Grond in den vergangenen Monaten offenbar u.a. mit Turkish Airlines kooperiert hat; Mustermann* hat in Postings zuletzt Club Med und TUI Deutschland markiert.

In einem Blog-Eintrag auf seiner eigenen Website führt Grond sein Follower-Wachstum auf Instagram vor allen Dingen auf „Features“ von drei anderen reichweitenstarken Reise-Accounts bei Instagram zurück. Nicole S. zweifelt diese Darstellung an. „Das bedeutet nicht, dass nicht jemand 1.000 neue Follower durch ein Feature bekommen kann.“ Aber bei den Instagram-Accounts (alle aus dem Themenumfeld Reise), die sie sich angesehen habe, sei dies nicht der Fall gewesen. Anhand von drei jüngeren Beispielen (und Socialblade-Zahlen) belegt S., dass Instagrammer nach einem Feature auf anderen Accounts, die über mehrere Millionen Follower verfügen im Durchschnitt 100 bis 200 neue Follower gewinnt. „Wenn Dir ein Influencer also erzählt, dass er 10.000 Follower über Nacht gewonnen hat, weil ein anderer Account ihn gefeatured hat, wäre ich der Sache schon überdrüssig, denn die Statistiken bestätigen das nicht.“

Instagram-Analytics-Tool bestätigt Nicole S.’s Recherchen

Mona Hellenkemper, Sprecherin des deutschstämmigen Instagram-Analytics-Tools Influencer.db bescheinigte ebenfalls gegenüber OMR Gronds und Mustermanns* Reichweite eine niedrige Qualität. So beziffere Influencer.db den „Audience Quality Score“ von Gronds Instagram-Account mit 26 Prozent. „Das heißt, dass 74 Prozent aller Instagram Acounts eine bessere Audience Quality haben als er“, so Hellenkemper. Bei wirklich einflußreichen Instagrammern liege dieser Wert eher bei 80 bis 90 Prozent. Der Audience Quality Score von Max Mustermann* liege bei 36 Prozent.

Die „Audience Quality Score“ von Tom Gronds Instagram-Account „traveltomtom“ (Quelle: Influencerdb.net)

Influencer.db bewertet die Qualität der Reichweite eines Instagrammers anhand von mehreren Kriterien, u.a. der Frequenz, mit der die Instagram-Nutzer die Posts des Accounts liken. „Die meisten User – über 90 Prozent – liken den Content des Accounts ‚traveltomtom’ nur einmal. Das bedeutet, dass sie entweder zufällig auf sein Bild gestoßen sind und dieses geliked haben, also gar keine Follower sind, oder nicht besonders dedicated gegenüber seinem Content sind. Möglich wäre tatsächlich auch, dass dahinter ‚Like-Bots’ stecken – also gekaufte Likes.“ Bei Max Mustermann* liken laut Influencer.db 89 Prozent der Nutzer nur einen Post.

Neun von zehn Nutzern, die Posts von ‚traveltomtom’ bei Instagram geliked haben, haben insgesamt nur einen Post von ihm geliked (Quelle: Influencerdb.net

Auch Hellenkemper sieht bei Grond und Mustermann* Anzeichen für den Einsatz von Follow-Unfollow-Bots: Bei Grond beispielsweise im Juli, bei Mustermann* im Oktober des vergangenen Jahres.

Nicole S. nimmt großen Namen ins Visier

Mit Scott Eddy, angeblich in der „Top 10 der Luxusreisen-Influencer“, nimmt sich Reisebloggerin S. in ihrem Blog-Artikel ein richtiges Schwergewicht ihrer Branche vor: Eddy hat vor allen Dingen auf Twitter eine riesige Folgschaft aufgebaut. Sie sei misstrauisch geworden, als sie gesehen habe, dass seine Selfies auf Twitter so viele Retweets bekommen. „Er ist nicht einmal ein halbnacktes Mädel, sondern nur ein Typ mit einem schmierigen Grinsen, Weitwinkel und schlechter Retusche. Warum also sollten so viele Menschen (und viele erwachsene Männer) etwas retweeten, dass nicht einmal interessant ist?“


Die Accounts wirkten oberflächlich real, verfügten aber alle über dieselben Merkmale: „Rund 50 Follower, manche retweeten nur andere (weil sie gekauft sind), sie sind nicht einmal Reise-bezogen, sie posten nie etwas selbst, sondern liken oder retweeten nur.“ Zudem verliere er regelmäßig auf Instagram und Twitter von einem Tag auf den anderen mehrere Tausend Follower, nur um am nächsten Tag wieder mehrere Tausend hinzuzugewinnen. „Das ist das, was Scott tut: Er ersetzt das, was verloren gegangen ist.“ Auffällig sei auch ein Wachstum um 400.000 Twitter-Follower im vergangenen November gewesen, wo Eddy doch sonst zwischen 10.000 und maximal 50.000 Followern monatlich gewinnt.

Auf Instagram habe Eddy im Januar 24.000 Follower gewonnen, wodurch er die Zahl von 200.000 Followern geknackt habe, so S. Danach sei das Wachstum auf 4.500 Follower im Monat gesunken. Influencer.db beziffert den „Audience Quality Score“ von Eddys Instagram-Account mit 12 Prozent – also noch einmal deutlich niedriger als bei Grond und Mustermann*. „Im Zuge des ‚Insta-Purge’ im September 2016, bei dem Instagram auf einen Schlag eine große Anzahl an Fake-Accounts gelöscht hat, hat Scott deutlich an Followern verloren, hat diese aber innerhalb der darauffolgenden Tage wieder ‚hinzugewonnen’.“ Seit Ende Februar seien bei Eddy auch deutliche Anzeichen einer Follow-Unfollow-Strategie zu sehen.

Die Entwicklung der Follower-Zahl und des „Earned Media Value“ von Scott Eddys Instagram-Account. Deutlich sichtbar: Die durch den „Insta-Purge“ verursachte Delle im September 2016. (Quelle: Influencer.db)

„Loop Giveaways“ erzeugen gefaktes Engagement

„Alle drei Männer sind in der Luxusreisen-Branche tätig. Was haben sie gemeinsam? Sie betrügen das System“, so das Fazit von Nicole S. über die Aktivitäten von Grond, Mustermann* und Eddy. Im Rahmen ihrer Recherche ist sie darüber hinaus auf das Profil von Ekaterina Goroshko gestoßen, bei dem sie ebenfalls verdächtige, extreme Follower-Schwankungen und zu schnelles Wachstum beobachtet hat. Wie die Statistik ihrer Instagram Follower bei Socialblade zeigt, hat sie beispielsweise vom 6. auf den 7. März mehr als 10.000 Follower gewonnen (von 173.000 auf 183.000).


Zudem setzt Goroshko auch „Loop Giveaways“ ein: Gruppengewinnspiele, bei dem mehrere Instagrammer gemeinsam einen Preis ausloben. In der Regel werden die User dabei dazu aufgefordert, allen teilnehmenden Accounts zu folgen. „Die laufen für ein paar Tage und sorgen für massive Wachstumsspitzen, denen dann massive Verluste folgen. Das ist dasselbe, wie Follower zu kaufen.“ Auch hier findet kein originäres Engagement statt, wie es Marken von Influencer-Partnern erwarten dürften.

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Ein Beitrag geteilt von Ekaterina Goroshko (@travellersplanet) am

„Macht Eure Hausaufgaben!“

Ähnliches dürfte für die von Nicole S. nicht thematisierten, aber im Moment offenbar angesagten Comment Pods gelten, die wir mit OMR vor einigen Wochen thematisierten. Dabei organisieren sich Instagrammer in Gruppen-Chats auf Instagram, um sich darüber gegenseitig über neue Posts zu informieren. Die anderen Gruppenmitglieder kommentieren und liken dann, um sicherzustellen, dass Instagrams Filteralgorithmus den Post nicht aussiebt, sondern dieser wirklich in den Feeds der Nutzer landet.

Werbetreibenden, die mit Influencern zusammenarbeiten wollen, rät S. abschließend dazu, nicht nur einen Social-Media-Kanal zur Evaluation einer eventuellen Partnerschaft heranzuziehen. Besucherstatistiken von Blogs seien schwerer zu faken. „Authentizität lässt sich nicht faken – 100.000 oder sogar eine Million Follower bedeuten nicht automatisch Profit für welche Firma auch immer. Macht Eure Hausaufgaben, wenn Ihr mit Leuten zusammenarbeitet.“

Fake-Follower-Flut auf eigenem Account provoziert die Reisebloggerin

Was sind Nicole S. Motive? Sie wolle nicht darüber schweigen, dass die Fake-Influencer den Werbetreibenden Geld stehlen, schreibt sie in ihrem Artikel. Will sie selbst von der PR profitieren? Ihr Abschlusssatz „Ein ‚Shout out’ an alle Firmen, die von den Fake Influencern betrogen wurden. Ihr habt mein Mitleid und meine Sympathie“ legt diesen Schluss zumindest nahe. Gegenüber OMR erklärt sie, dass sie nichts zu gewinnen habe, da sie sich aus der Branche zurückziehen wolle, was sie im Januar auch auf ihrer privaten Facebook-Seite angekündigt habe.

Sie ziehe im Moment sogar Nachteile aus den Recherchen: Nachdem sie in ihren Instagram Stories in den vergangenen Tagen erklärt habe, wie sich gekaufte Follower und gefaktes Engagement erkennen lassen, sei ihr Account ebenfalls von gekauften Followern geflutet worden. Um zu verhindern zu können, dass diese Accounts ihr folgen, hat sie ihren Instagram-Account derzeit auf privat gestellt. Wegen der „Fake-Follower-Attacke“ habe sie in ihren Instagram Stories mit Enthüllungen gedroht – trotzdem hätten die Anfragen der Fake Accounts nicht aufgehört.

Beschuldigter reagiert mit Beleidigungen

Ob Ihre Anschuldigungen stimmen, lässt sich nicht verlässlich beantworten. Definitive Beweise kann die Reisebloggerin nicht vorlegen. Immerhin erklärt sie mit fundierten Argumenten und anhand von konkreten Zahlen, warum sie die Geschäftpraktiken der von ihr aufgeführten „Kollegen“ anzweifelt. Trotzdem ist es theoretisch möglich, dass die genannten Accounts nicht durch Follower-Kauf so starke Follower-Zunahmen verzeichnet haben – etwa indem ihre Posts auf Instagrams „Explore Seite“ gefeatured oder auf reichweitenstarken Websites eingebettet worden sind. Zudem steigt bei zunehmender Follower-Zahl die Gefahr, dass der jeweilige Account Bot-Aktivitäten anzieht. Kaum ein Zweifel dürfte daran bestehen, dass der Hype um Influencer Marketing, die daraus resultierenden Möglichkeiten, Geld zu verdienen sowie die Schwierigkeit, den Erfolg der Maßnahmen zu 100 Prozent verlässlich zu messen, auch Betrüger anlockt.

Bislang hat noch keiner der vier von S. Beschuldigten auf einem der offiziellen Social-Media-Profile auf den Artikel reagiert. In der Diskussion zu einem Post in der geschlossenen Facebook-Gruppe „Instagram Posse“ hat sich Max Mustermann* zum Thema geäußert. Dabei führte er jedoch keine entkräftenden Argumente an, sondern verlegte sich hauptsächlich darauf, Nicole S. persönlich zu beleidigen: „Das Mädchen ist in unserer Branche als Lügnerin bekannt“ (S. ist übrigens 31 Jahre alt). Er nenne sie ab heute „Psychopathin“; außerdem unterstütze sie Donald Trump wie ein Fangirl.

Update, 4. April, 10:50 Uhr
Wir haben den Artikel um ein Statement von Nicole S.über ihre Gründe für das Verfassen des Artikels und den Rückzug aus der Branche sowie um um Informationen über jüngste werbliche Kooperationen von Tom Grond und Max Mustermann* ergänzt.

Update, 5. April, 14:35 Uhr
Der Original-Blog-Artikel von Nicole S. ist mittlerweile offline, aber noch über den Google-Cache abrufbar. Außerdem haben wir den Artikel um Statements und Daten vom Instagram-Analytics-Anbieter Influencer.db ergänzt.

Update, 5. April, 18:10 Uhr
Wie S. schriftlich mitteilt, wolle sie keine Fragen mehr zu dem Thema beantworten. „Mein Telefon hat mir in den vergangenen drei Tagen keine Ruhe gelassen und ich muss einmal durchatmen. Die Leute haben den Artikel gelesen und können sich ein eigenes Urteil bilden. Ich stehe nach wie vor zu meiner Recherche. Damit, dass ich den Artikel offline genommen habe, will ich nicht sagen, dass ich falsch gelegen habe, sondern alle Nachrichten und Anfragen hinter mir lassen und einfach weiterleben. Einer der Hauptgründe, warum ich diese Branche verlassen wollte, war, dass ich permanent am Telefon oder Computer hänge. Ich möchte für eine Weile lieber in der richtigen Welt abseits der digitalen Welt leben.“
Wir haben außerdem der Bitte von Nicole S., ihren Nachnamen aus dem Artikel zu entfernen, entsprochen.

Update, 20. April, 00:19 Uhr
Wir haben den Namen des deutschen Instagrammers auf dessen Aufforderung hin aus dem Text entfernt. Er hatte zuvor das Angebot, ebenfalls mit einem Statement zitiert zu werden, abgelehnt. Wir stehen nach wie vor zu unserer Berichterstattung.

*Name geändert

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14 Kommentare

  1. Ben Wa 04.04.2017 um 02:50 Uhr Antworten

    Ja und was ist, wenn ich Fake- Instagramm Accounts auf meine Nachbarin schicke. Soll doch Facebook die Accounts dicht machen.

    1. Conszious 05.04.2017 um 17:39 Uhr Antworten

      Und weil alle betrügen ist es auch nicht schlimm – die typische Ausrede von jemandem der weiß, dass er etwas Verbotenes und gesellschaftlich nicht Akzeptiertes tut.

      Aber Sie können natürlich Anwalt werden: „Es ist völlig absurd hier einen Prozess zu führen. Seinen Arbeitgeber zu beklauen ist notwendig und absolut normal. Ich habe schon vor einem Jahrzehnt geschrieben, dass ich mit meinem Gehalt nicht weit komme.“

  2. Caroline 04.04.2017 um 09:36 Uhr Antworten

    Diese Accounts, die einem folgen, nur um kurze Zeit später wieder auf Entfolgen zu drücken, haben in der letzten Zeit wirklich stark zugenommen. Dieses Praktik ist einfach sowas von nervig!

  3. Adam 04.04.2017 um 09:52 Uhr Antworten

    Ich erlebe auch sehr oft, dass Accounts Fans und Followers kaufen. Sie hat schon recht, dass niemand so schnell wächst. Manchmal reicht es, wenn man sich die Aktivitäten eines Accounts anschaut. Wenn ein Account mit beispielsweise 20.000 Followers unter einem Post nur drei, vier Likes hat, dann ist da offensichtlich etwas faul.

  4. Fabian Fröhlich 04.04.2017 um 12:39 Uhr Antworten

    Naja,

    liegt sicherlich teilweise auch an dem mangelndem Wissen bezüglich Social Media von Seiten der Unternehmen.
    Diese könnten sich z.B. über influencer.db einfach mal anschauen wie die Influencer wachsen, wie viele Interaktionen es gibt, ob es Ungereimtheiten gibt …..

    Wäre doch sicher was für euch, liebes OMR-Team. Ein Leitfaden für Unternehmen mit dem Titel „Darum macht man mit Influencern keine Geschäfte“.

    Gruß euer Fabian
    https://www.fabianfroehlich.com

  5. Felix 04.04.2017 um 23:45 Uhr Antworten

    Je nach verwendeten Hashtags bestehen 90% der Kommentare unter Posts aus Fakes. Emojis, „Nice work“ oder „Keep it coming“ ohne Sinn und Verstand. Dämpft auf jeden Fall stark die Lust an Instagram, zumindest bei mir persönlich…

  6. akito 05.04.2017 um 16:46 Uhr Antworten

    Hallo liebes OMR-Team,

    ich finde es sehr schade, dass ihr einen so schlechten Artikel aufgreift und ihn 1:1 übernehmt, obwohl 80% der Aussagen dieses Artikel absoluter Nonsens sind. Auch finde ich es erschreckend, das Ihr nicht mal ein wenig nachforscht, wer so etwas schreibt. Nicki Sunderlands eigener Facebook Account ist ein absoluter Fake-Account. Dies kann man nach maximal 30 Sekunden Recherche ganz einfach herausfinden. In den letzten 30 Tagen ist Ihr Account selber um circa 4.000 Follower gewachsen und das, obwohl er noch nicht einmal 60K groß war. Sie hat schon häufig das Instagram Maximum von 7500 Followings erreicht um dann über 1.000 Accounts wieder zu entfolgen, damit sie einen Tag später wieder 600 anderen folgen Kann. Genau so geht Faken. Ich glaube nicht, das Sie den Artikel aus Ihrem Blog geschmissen hat weil Sie bedrängt wurde, sondern weil alle Welt jetzt gesehen hat, das Sie selber eine Fakerin ist. Tut uns und euch einen großen gefallen und stellt diesen Artikel mal richtig bzw. nehmt ihn einfach raus. er ist einfach nur schlecht und falsch. Auch wenn die Grundthematik nicht abzustreiten ist, so sollte es uns doch zu denken geben, wenn ein Mädel das selber Faked andere anklagt und mit erhobenem Zeigefinger auf andere Leute zeigt.

    Aber wie schon gesagt noch viel schlimmer als diese lächerliche Vorgehensweise von Nicky finde ich es, das ihr das ungeprüft aufgreift und veröffentlicht.

    Liebe Grüße
    Akito

    1. sinister 06.04.2017 um 17:07 Uhr Antworten

      “ Tut uns und euch einen großen gefallen und stellt diesen Artikel mal richtig bzw. nehmt ihn einfach raus. er ist einfach nur schlecht und falsch.“
      Wenn in dem Artikel steht, dass ihre Annahmen gut belegbar sind anhand von Zahlen, klingt das für mich erst mal plausibel.
      Insofern mal Butter bei die Fische: was ist denn an dem Artikel falsch und schlecht?

  7. Anay 07.04.2017 um 22:32 Uhr Antworten

    Ich kenne Nikki (oder Nicole) aus verschiedenen Facebook Gruppen und auch aus den Pods, aus denen ich nach kurzer Zeit raus bin. Hauptsächlich wegen Nikki, da sie jedem anderem Instagrammer gesagt hat, wer was unter ihre Posts schreiben soll. Vor allem wenn sie eine Kooperation hatte, waren ihre Vorgaben sehr genau (mindestens 3 Wörter, positiver Kommentar etc.), das ist ebenso FAKE und leider auch Betrug. Zudem hat sie in den Facebook Gruppen auch lautstark die Methode Follow/ Unfollow promotet, mit der Begründung, dass es den Firmen egal sein kann, wie man Follower bekommt, Hautptsache man bekommt welche. Sie hat auch offen zugegben Bots wie „Massplanner“ zu nutzen – dies alles ist genau so wenig echt, wie sich Follower zu kaufen. Ich würde mir daher gerne eine ehrliche Debatte führen (Nikki ist da meiner Meinung nach tatsächlich nicht ganz ehrlich und tut nicht, was sie predigt).

  8. Not German 08.04.2017 um 01:54 Uhr Antworten

    Anay: Most everyone in the travel industry as bloggers or influencers are using comment pods to boost their posts so that more people can see them and place in the top 9 hashtags, due to algorithm changes. This is not a new concept. It has been written about already by many people. There is a stark difference between purchasing followers and likes and cooperating with real people to boost posts.
    I looked up your Instagram account (travelblogneverseenbefore) and you also use follow and unfollow method and comment pods just like Fred and Tom.

    Purchasing a fake follower (like Fred, Scott and Tom did by the thousands) or likes (which they still do) to appear like you have influence is not the same as using some comments that are from real people to get more people to see your post. If you do not see the difference, maybe you are part of the problem.

  9. Urs E. Gattiker - DrKPI 21.04.2017 um 13:30 Uhr Antworten

    Danke für diese Story
    Finde ich schade, dass die Bloggerin den Post removed hat, warum denn.
    Schöne Fotos und kommt im #DrKPI #BlogRank nicht schlecht weg:
    ==> https://drkpi.de/rank/*/eatlivetraveldrink.com
    Was mich erstaunt ist, dass obwohl Nicole S. in Deutschland lebt, sie sich nicht ans Mediengesetz zu halten scheint. Ich kann auf ihrem Blog keine Kontaktadresse oder Impressum finden.
    Warum wohl nicht?

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