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Mit diesen Marketing-Techniken geht Lovoo klassischen Datingplattformen an den Kragen (UPDATE)

Erst seit Ende 2011 ist Lovoo am Start – und räumt jetzt mit aggressiver Werbung den deutschen Markt auf

Lovoo Google Trends_Fotor
Datingplattformen und Partnerbörsen sind mindestens so alt wie das Internet selbst. Was früher über eine gedruckte Kontaktanzeige in Tageszeitungen ablief, verlagerte sich rasant ins World Wide Web. Zwar spielen die inzwischen schon klassischen Anbieter wie Friendscout, Parship, Finya oder Elitepartner immer noch eine gewichtige Rolle im Markt der Gefühle, doch sorgen heute neue, mobile-optimierte und auf eine junge Zielgruppe zugeschnittene Angebote für Wirbel im Kampf um begehrte Nutzer. Neben Tinder oder Badoo ist es vor allem die Marke Lovoo, die durch ein cleveres, teils aggressives Marketing auffällt.

Die zwei jungen, attraktiven Frauen heißen Lindsey und Sydney. Beide haben uns freundlich auf Tinder angeschrieben. Aber nicht, um sich weiter innerhalb der App zu unterhalten oder sogar beispielsweise ein Treffen auszumachen, sondern um uns zu überreden, die App Lovoo zu installieren. Immerhin würden wir dort auch mehr Bilder von ihnen finden. Schon bei einer einzelnen Nachricht in diesem Stil könnte man durchaus stutzig werden und an der Echtheit zweifeln. Erhält man jedoch gleich zwei Aufforderungen, noch dazu mit identischem Wortlaut und gleichem per Google-Shortener gekürzten Link, ist der Fall relativ klar: Es handelt sich um Werbung für Lovoo.

Screenshots aus der Tinder-App

Screenshots aus der Tinder-App

Öffnet man den Link auf einem Tablet oder Smartphone, gelangt man direkt zum Lovoo-Download im App-Store. Verantwortlich dafür zeichnet das Paderborner Performance-Netzwerk Adindex, was aktuell mindestens zwölf App-Install-Kampagnen für Lovoo in verschiedenen Ländern durchführt. Das Tracking übernimmt derweil der Analyse-Anbieter adjust aus Berlin. Ob das Abgreifen von Tinder-Nutzern in Absprache erfolgt, bleibt zumindest fraglich.

Auch bei Facebook und Twitter will Lovoo Installs generieren

Auch in den klassischen sozialen Netzwerken ist Lovoo mit Sponsored Posts unterwegs. Bei Facebook stoßen wir immer wieder auf die sogenannten Mobile App Ads for Installs, teilweise sogar mit auf den Standort optimierten, auffordernden Texten. Auch wenn es in diesem Fall ein wenig an der Rechtschreibung scheitert…

Screenshot der Lovoo-Werbung bei Facebook

Screenshot der Lovoo-Werbung bei Facebook

Ebenfalls geworben wird beim Kurznachrichtendienst Twitter. Mit Promoted Tweets sollen auch hier App-Installs generiert werden.

Screenshot der Lovoo-Werbung bei Twitter

Screenshot der Lovoo-Werbung bei Twitter

Marketing macht sich im App-Store und bei Google-Trends bemerkbar

Dass all diese Marketing-Maßnahmen durchaus erfolgreich sind, lässt ein Blick in den App-Store von Apple erahnen. Hier befindet sich Lovoo in der Kategorie der Gratis-Apps sozialer Netzwerke immerhin auf dem fünften Platz und kann mit 4,5 Sternen eine überdurchschnittlich gute Bewertung vorweisen.

Screenshot von Apples App-Store

Screenshot von Apples App-Store

Und auch Google Trends deutet auf ein erfolgreiches Marketing hin. Seit Anfang 2013 hängt man in Sachen Suchanfragen die Konkurrenz von Elitepartner und Parship ab, setzt sich also gegen vermutliche deutlich höhere Spendings im TV durch. Ein deutliches Wachstum kann allerdings auch Tinder verzeichnen. Was genau die für ihren Erfolg tun, haben wir schon vor einiger Zeit beoachtet.

Update, 26. September 11:13 Uhr:
Tobias Börner, Marketingchef von Lovoo, hat uns angerufen und folgendes Statement zu der Lead-Generierung bei Tinder abgegeben:
„Wir distanzieren uns von dieser Art Marketing und wollen klarstellen, dass wir dazu keinen Auftrag erteilt haben. Wir hatten bereits ein Netzwerk aus Köln wegen des gleichens Vorgehen gesperrt; bei AdIndex haben wir das nun auch getan. Das große Problem ist, dass Tinder im Chat Links zulässt und das natürlich ein Einfallstor für Spam ist. Dass das von Affiliates von uns ausgenutzt wird, ist sehr unschön. Über die von Euch geposteten Links sind zwischen 3.000 und 4.000 Installs zustande gekommen. Da wir in Europa 2,50 Euro für einen Install bezahlen, können solche Spam-Methoden für einen kleineren Affiliate-Publisher natürlich reizvoll sein. Im Hinblick auf unser enormes monatliches Nutzerwachstum aber ist das eine sehr niedrige Zahl.“

Wir haben außerdem gleich die Gelegenheit genutzt und Lovoo-Mitgründer und -CEO Benjamin Bak als Speaker für die nächste Online Marketing Rockstars Konferenz zu verpflichten. Die gesamte Lovoo-Story bekommt Ihr also am 27. Februar 2015 zu hören!

Update, 26. September 14:55 Uhr:
Tobias Börner legt Wert auf die Ergänzung: „AdIndex zeigte sich in der Sache absolut kooperativ und hat umgehend gehandelt. Nicht das Netzwerk ist hier der Schuldige, sondern einer seiner Publisher, der sich nicht an die Spielregeln hält.“

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3 Kommentare

  1. Manni 26.09.2014 um 02:52 Uhr Antworten

    Ihr solltet in dem Artikel klarstellen, dass es sich um Affiliateangebote handelt.

    Wenn ein Reseller/Affiliate-Partner Tickets zu den Online-Marketing-Rockstars-Events durch Spam verkauft, seid auch nicht ihr „dran Schuld“ und ihr würdet euch sicherlich auch nicht freuen, wenn dann der Spiegel daherkommt und über „Die unlauten Praktiken von Online Marketing Rockstars“ schreibt…

    Der einzige Grund, warum Spammer Lovoo bewerben ist, weil das Angebot besser converted und das kann man der Firma ja wohl wirklich nicht anlasten…

    1. Torben Lux Artikelautor26.09.2014 um 10:06 Uhr Antworten

      Hallo Manni,
      ich sehe die Grundaussage des Textes ein wenig anders. Von „unlauten Praktiken“ ist doch gar nicht die Rede, oder?
      „Ob das Abgreifen von Tinder-Nutzern in Absprache erfolgt, bleibt zumindest fraglich.“

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