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Robert Kattner aus Romrod in Hessen – Das ist der deutsche Forenkönig

Vom kleinen Schulforum zum erfolgreichen Forennetzwerk mit fast 50 Portalen und über einer Million Euro Jahresumsatz

Robert Kattner, Omcon24 GmbH

Robert Kattner, Omcon24 GmbH


Wenn es der Online-Marketing-Branche an einem nicht fehlt, dann sind es Hypes. Wir lieben einfach Buzzwords wie Content Marketing, Native Advertising & Co. Ziemlich weit unten auf dieser Rangliste der Trends dürften dabei Web-Foren rangieren. Dass man damit heute aber trotzdem noch ein solides und sogar sehr profitables Business am Laufen halten kann, beweist Robert Kattner. Mit der zehnköpfigen Omcon24 GmbH betreibt er fast 50 Foren wie zum Beispiel autoextrem.de oder usp-forum.de. Und er glaubt an die Zukunftsfähigkeit dieses Geschäftsmodells.

Schon während der Ausbildung zum Fachinformatiker erwirtschaftet Robert Kattner mit seinem ersten, 2001 für seine Fachoberschulklasse gestarteten Forum einen kleinen vierstelligen Betrag pro Monat. Noch vor seinem Abschluss verkauft er modernboard.de dann, eröffnet neue Foren und kauft zusätzlich bis zum Ende der Ausbildung sechs weitere auf. Das Geschäftsmodell war also ziemlich schnell klar: Günstig einkaufen oder gründen, durch Verbesserungen bei Technik und SEO den Traffic steigern und so die Investitionen möglichst schnell durch Werbung wieder reinholen. Manche der übernommenen Foren sollen so nach bereits wenigen Wochen oder Monaten dauerhaft 150 bis 300 Prozent Besucherwachstum aufgewiesen haben. Heute sagt Kattner: „Wie immer gehört auch etwas Glück dazu. Damals konnte man noch ein allgemeines PC-Forum eröffnen, heute gibt’s die natürlich wie Sand am Meer. Bei einigen Foren wurde der Kaufpreis in ein paar Monaten erwirtschaftet, ansonsten in bis 24 Monaten.“

Das Forum von  winboard.org. Die Werbung bekommen nur Gast-User ausgespielt.

Das Forum von winboard.org. Die Werbung bekommen nur Gast-User ausgespielt.


Trotz der Übernahme nach der Ausbildung entschied sich Kattner 2008 für die Selbstständigkeit, um sich voll auf das Geschäft mit den Foren konzentrieren zu können. Die erste Mitarbeiterin folgte ein Jahr später, seit Ende 2010 firmiert das Foren-Business unter dem Namen Omcon24 GmbH. Heute betreuen inklusive Robert Kattner insgesamt zehn Mitarbeiter die knapp 50 Portale, die noch in diesem Jahr auf 39 Foren zusammengefasst werden sollen, um den administrativen Aufwand zu verringern. „Außerdem kaufen wir aktuell auch keine neuen Foren mehr auf. Wir wollen uns mehr auf das Vorhandene konzentrieren. Schwerpunkte sind also Qualitätssicherung, Updates und Optimierungen beispielsweise in Sachen Responsive Design“, erklärt er.

Eigener Content als Mehrwert: „Evergreen und Longtail, davon leben wir.“

Geld verdient Omcon24 mit Werbung, die nur nicht registrierten Gast-Usern angezeigt wird. Sechs bis sieben Millionen Unique User haben die Foren insgesamt pro Monat, die Zahl angemeldeter Mitglieder liegt zwischen 0,5 und einer Million. Zuletzt stieg der Umsatz auf über eine Million Euro im Jahr 2013/2014. Der größte Teil, 30 bis 40 Prozent, werden laut Kattner durch Google Adsense im eigenen Content realisiert. Zusätzlich werden klassische Werbebanner eingeblendet, die ebenfalls einen wichtigen Teil des Umsatzes ausmachen. Viele der mittelgroßen Foren sind bei vertikalen Netzwerken wie beispielsweise Netzathleten-Media unter Vertrag, die größeren mit redaktionellen Bereichen werden von Ströer Digital vermarktet. Eine nur geringe Rolle spielt InText-Werbung von Vibrant oder das Konvertieren von Post-Links (Affiliate-Werbung).

In Beiträge von Usern werden InText-Ads von Vibrant gesetzt. Im Bezug auf den Gesamtumsatz spielen diese aber nur eine geringe Rolle.

In Beiträge von Usern werden InText-Ads von Vibrant gesetzt. Im Bezug auf den Gesamtumsatz spielen diese aber nur eine geringe Rolle.


Ein wichtiger Schwerpunkt soll in Zukunft auf das Erstellen von redaktionellen Mehrwerten gelegt werden. Seit Ende 2012 gibt es beispielsweise bei den größeren Foren autoextrem.de, usp-forum.de und winboard.org Content-Bereiche, die von vier Redakteuren in Vollzeit gepflegt werden. Selbstkritisch gibt Kattner zu, dass sich diese Investition zwar noch nicht refinanziert habe und auch der Traffic da noch starkes Wachstumspotenzial habe, aber: „Wir denken und hoffen, dass wir durch das weitere Schreiben von redaktionellen Artikeln die Werbeform Native Advertising, bei uns „Sponsored Post“, noch besser mitnehmen können und in wenigen Jahren auch da Gewinne einfahren. Anfangs hatten wir uns leider zu sehr auf Google News fixiert und zu viel Zeit in News-Artikel investiert. Jetzt also mehr zu dem, was Foren ausmacht: Evergreen und Longtail, davon leben wir.“

Sind Foren ein Relikt aus der Frühzeit des Internets oder ein Nischenformat mit auch in Zukunft klarer Daseinsberechtigung?

Bei all dem Wachstum und Erfolg der vergangenen Jahre bleibt am Ende trotzdem die Frage, wie zukunftsfähig ein auf Foren basierendes Geschäftsmodell wohl sein mag. Klar ist, dass nahezu täglich neue Portale und Apps entstehen, die auch auf die Nutzer von Foren abzielen. Und Gruppenchats bei Facebook, Whats App oder auch gutefrage.net decken sicher eh schon einen Großteil des Bedarfs an Diskussionsplattformen. Robert Kattner bleibt trotzdem optimistisch – sowohl was die Zukunftsfähigkeit von Foren allgemein und natürlich insbesondere von der Omcon24 Gmbh angeht: „Zwar ist es für neue Foren unglaublich schwierig, aber nicht unmöglich, vor allem wenn man entsprechende Nischen belegt bzw. sich allgemein ein wenig spezialisiert. Eine große vorhandene Nutzerbasis & Co. helfen da aber natürlich. Heute von neu anfangen wäre mit damals nicht vergleichbar. Wir glauben weiter an den Erfolg von diesem Geschäftsmodell und arbeiten in diesem Jahr wie gesagt vor allem an technischen Verbesserungen in Sachen Usability & Co. Eine enorm wichtige Rolle spielt vor dem Hintergrund des stetig steigenden Anteils vom Mobile Traffic auch ein gut funktionierendes Responsive Design. Dafür werden ebenfalls dieses Jahr viele der Foren auf eine neue Software – xenForo – migriert. Wir haben also auf jeden Fall genug zu tun.“

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4 Kommentare

  1. jörg striehle 19.02.2015 um 10:09 Uhr Antworten

    foren keine relevanz mehr? was für ein stumpfsinn… interessiert man sich für ein thema in der tiefe finden die diskussionen immer in foren statt. facebook und whatsapp ersatz für foren? da hat sich jemand entweder keine gedanken beim schreiben gemacht oder hat einfach keine ahnung vom internet.

    1. Torben Lux Artikelautor19.02.2015 um 10:25 Uhr Antworten

      Hallo Jörg,

      danke für Deinen Kommentar. Dass Foren keine Relevanz mehr haben, habe ich so nicht geschrieben. Der Artikel soll ja im Gegenteil klar machen, dass da sogar noch ein erfolgreiches Geschäftsmodell dahinter steckt, mit doch sehenswerten Nutzerzahlen etc.
      Tiefgründige Diskussionen findet man übrigens durchaus in diversen Facebook-Gruppen. Und dass die Generationen, die erst heute mit dem Internet in Berührung kommen, vermutlich eher in Richtung Facebook & Co. schielen, halte ich jetzt auch nicht für eine vage Behauptung.

      Viele Grüße,
      Torben

  2. Christian 19.02.2015 um 13:21 Uhr Antworten

    Ich hätte bei diesem Geschäftsmodell eher die Sorge, dass Google einmal die Schraube dreht und Foren generell nicht mehr so gut ranken lässt. Denn gerade im Vergleich zu einem gut aufbereiteten Beitrag, ist das Suche nach der Problemlösung in einem Formumsbeitrag für den User doch teilweise etwas mühsam. Und da Google bekanntlich (angeblich) nur den User im Sinn hat, besteht da schon eine gewisse Gefahr.

    Das scheint aber wohl auch der hier vorgestellte Robert Kattner so zu sehen, sonst würde er nicht verstärkt auf redaktionelle Inhalte gehen.

    1. Torben Lux Artikelautor19.02.2015 um 15:37 Uhr Antworten

      Hi Christian,

      Du hast mit beiden Punkten vollkommen Recht. Laut Robert haben viele Foren in den letzten Jahren durch Panda-Updates Sichtbarkeitsverluste hinnehmen müssen. Die Ratgeber-Inhalte sollen da auch ein bisschen helfen, gegenzusteuern.

      Torben

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