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So wird Streetart-Legende Banksy von abgezockten Marketeers auf Twitter missbraucht

Seine Graffitis sind weltberühmt, jetzt wirbt Banksy unfreiwillig für billige Handygames und Diätprogramme

(Foto: diamond geezer / Flickr / CC BY-ND-ND-2.0)

(Foto: diamond geezer / Flickr / CC BY-ND-ND-2.0)


Seine Streetart-Kunstwerke sind seit Jahren weltberühmt, in Hamburg Neustadt wird ein Graffiti von Banksy sogar von einer Plexiglasscheibe geschützt. Der Künstler, der seine wahre Identität nie Preis gegeben hat und trotzdem immer mal wieder durch aufmerksamkeitsstarke Aktionen auffällt, findet im Social Web kaum bis gar nicht statt. Zumindest nicht offiziell – Dritte hatten sich natürlich schon früh entsprechende Fake-Accounts zum Beispiel bei Twitter eingerichtet. Die beiden größten Accounts, die zusammen immerhin auf über 1,3 Millionen Follower kommen und lange nur Banksy-relevante Tweets abgesetzt haben, verärgern jetzt aber ihre Anhänger – seit Neuestem tauchen in der Timeline plumpe Werbe-Retweets auf.

In der Timeline des mit knapp über einer Million Followern größeren Accounts @thereaIbanksy (der letzte Buchstabe vom „reaI“ ist hier ein großes „i“) tauchen seit einigen Wochen in unregelmäßigen Abständen Retweets zu zwei Handygames auf, die seit Oktober und November letzten Jahres in den App Stores heruntergeladen werden können. Circle Pong! und Dot Up! vom bisher unbekannten Unternehmen App Cow LLC. Der mit etwa 375.000 Followern etwas kleinere Account @BanksyOfficial wird vermutlich von derselben Person betrieben, zumindest deuten vergangene Tweets und die identischen Accountbeschreibungen das an. Und auch hier gibt es seit kurzem Retweets zu werblichen Inhalten, die nichts mit dem Künstler Banksy zu tun haben. Allerdings geht es hier nicht um Handygames, sondern um Schleichwerbung für Nahrungsergänzungsmittel des Accounts @TopSupplements, der mit gefakten Seiten von Beispielsweise Womensfitness.co seine Follower in eine Kauffalle locken will.

Screenhot: Tweet vom 18.01. um 18:57 und Retweet von @thereaIbanksy (inzwischen wieder gelöscht)

Screenhot: Tweet vom 18.01. um 18:57 und Retweet von @thereaIbanksy (inzwischen wieder gelöscht)

Durch Retweets wurde bisher insgesamt eine Werbereichweite im vierstelligen Bereich erzielt

Während bei beiden Fan-Accounts „normale“ Tweets häufig Retweets und Favorites im vierstelligen Bereich erzielen, schaffen es die Werbetweets seit Dezember im Durchschnitt immerhin noch auf mittlere dreistellige Reactions. Insgesamt dürfte bis heute auch hier so eine ansehnliche Reichweite im vierstelligen Bereich zusammengekommen sein, die sich die Betreiber der Accounts sicherlich entsprechend haben vergüten lassen. Nach kurzer Zeit werden die Retweets dann jeweils wieder gelöscht, so dass sich nur anhand der Reaktionen anderer Twitter-User eindeutig herausfinden lässt, welche Tweets zu Werbezwecken auch durch die Timelines der Banksy-Fake-Accounts gingen. Die teils enttäuschten, teils sogar wütenden Follower zeigen außerdem, dass viele User noch gar nicht verstanden haben, dass sie nicht dem echten Banksy folgen. Dabei steht das sowohl deutlich in den Accountbeschreibungen, als auch auf der Homepage des Künstlers. Dort heißt es: „Banksy is not represented by an art gallery, is not on Facebook and has never used Twitter.“

Die beworbenen Handyspiele sind zwar beide kostenfrei, verlangen für den Verzicht auf In-App-Ads allerdings 0,99 Dollar. Entscheidet man sich gegen diese Werbefreiheit, wird nach nahezu jeder Spielrunde, die mitunter extrem kurz sein kann, Werbung ausgespielt – darunter häufig App-Install-Ads für andere Spiele, die sich nur schlecht wegklicken lässt. Zusätzlich gibt es durchgehend einen Banner am oberen Bildschirmrand. Laut Appannie.com liegt Dot Up! im gesamten US-App Store auf Platz 60, in der Kategorie Spiele ist es sogar Platz 22. Ob und inwieweit die Twitter-Schleichwerbung ihren Beitrag dazu geleistet hat, lässt sich kaum nachvollziehen. Noch schwieriger wird der Zusammenhang in Deutschland, da der Youtuber ConCrafter erst kürzlich ein Lets Play der App veröffentlicht hat, die jetzt als Neueinsteiger in der Kategorie Spiele auf Platz 90 liegt. Und dass Youtube durchaus in der Lage ist, ordentlich Buzz zu erzeugen, sollte inzwischen ja jedem klar sein.

Screenhot: Tweet vom 19.01. um 17:01 und Retweet von @BanksyOfficial (inzwischen wieder gelöscht)

Screenhot: Tweet vom 19.01. um 17:01 und Retweet von @BanksyOfficial (inzwischen wieder gelöscht)

Der echte Banksy meidet Social Media

Der echte Banksy war lediglich 2013 auf Youtube kurzzeitig für eine Aktion aktiv, außerdem hat er seitdem einen sporadisch gepflegten Instagram-Account. Die Tatsache, dass Dritte mit seinem Namen und seinen Werken Geld verdienen, ist für Banksy alles andere als neu. So antwortet er auf seiner Homepage auf die Frage, was er davon hält, dass Leute die Kunst verkaufen, die er auf die Straße gebracht hat: „As a kid I always dreamt of growing up to be a character in Robin Hood. I just never realised I’d end up playing one of the gold coins.“ Und auch das Phänomen an sich, Fake-Accounts auf Twitter entweder selber zu monetarisieren oder aber an den Namensgeber zu verkaufen, ist schon länger bekannt.

Vielen Dank an Andre Alpar für den Hinweis!

 
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