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Social Media for Equity – Warum Promi-Investoren wie Ashton Kutcher nahezu kostenlos Anteile an Startups bekommen

Musiker wie Snoop Dogg, Sporthelden wie LeBron James und Carmelo Anthony und Co: Alle Stars wollen mitspielen und ihre Reichweite hebeln

Ashton Kutcher platzierte einige seiner Beteiligungen unbemerkt von den Produzenten in der Serie "Two and a Half Men&quot – durch Aufkleber auf seinem Notebook

Ashton Kutcher platzierte einige seiner Beteiligungen unbemerkt von den Produzenten in der Serie „Two and a Half Men“ – durch Aufkleber auf seinem Notebook

Ich promote Dein Unternehmen über meine Reichweite, dafür überlässt Du mir Anteile – diesen Deal gehen offenbar immer mehr Startups mit Prominenten ein. Die Firmen schmücken sich gerne mit den Star-Investoren; die Künstler verdienen dafür im Erfolgsfall mit ihren Beteiligungen teilweise mehr als mit jenen Tätigkeiten, für die sie eigentlich bekannt sind – und müssen für die Anteile zum Teil nicht einmal Geld bezahlen. Besonders bauernschlau stellt sich in dieser Disziplin offenbar Schauspieler Ashton Kutcher an.

„Mein erster Tag mit Muse“, schreibt der 36-Jährige im Juli dieses Jahres auf seinem Twitter-Profil, dazu ein Foto. „Ich bin gespannt darauf, was ich mit dieser spannenden Technologie lernen kann.“ Muse ist eine Art Stirnband, das angeblich Hirnaktivitäten misst. Mit begleitenden Übungen sollen die Nutzer ihr Hirn trainieren können. An Interaxon, dem Hersteller von Muse, ist Kutchers Investment-Firma A-Grade beteiligt – im Tweet ist davon nichts zu lesen. 16,5 Millionen User folgen Kutcher bei Twitter – die Nachricht dürfte Muse also eine beträchtliche Reichweite eingebracht haben.

Kutcher ist seit mehreren Jahren als Startup-Investor tätig – offenbar recht erfolgreich. So soll er Beteiligungen an Erfolgsgeschichten wie Skype, Airbnb, Spotify und Foursquare halten oder gehalten haben. Laut Crunchbase ist Kutcher derzeit bei 38 Unternehmen investiert.

„Ashton Kutcher is a massive whore“

Um seine Beteiligungen zu promoten, nutzt der Schauspieler nicht nur seine Social-Media-Profile (bei Facebook folgen ihm sogar 18,5 Millionen Menschen, bei Instagram eine Million), sondern auch alle anderen Gelegenheiten, die sich ihm bieten. 2011 war Kutcher Gastherausgeber einer Online-Version des US-Magazins Details. Der US-Blog Gawker warf einen genaueren Blick auf die Web-Ausgabe und stellte fest, dass der Hollywood-Promi darin in Artikeln mit Titeln wie „New Titans of Tech“ und „Generation Next“ mehr als zwölf seiner Beteiligungen untergebracht hatte – ohne, dass dies entsprechend gekennzeichnet worden war. „Ashton Kutcher is a massive whore“, lautete daraufhin die Gawker-Schlagzeile.

Auch in „Two and a Half Men“ schmuggelte der Schauspieler seine Beteiligungen ein. Auf der Klappe des Notebooks, das Kutcher in der Serie benutzt, prangten zwischenzeitlich Logos von sechs Unternehmen, an denen er beteiligt ist, darunter Foursquare, Chegg und Flipboard. Bei der Konferenz Techcrunch Disrupt prahlte Kutchter im Jahr 2011 auf der Bühne im Interview mit diesem Coup. Später habe der produzierende Sender CBS jedoch die Aufkleber verpixelt.

Dass prominente Investoren für ihre Beteiligungen werben, ist keine Seltenheit: Popsternchen Justin Bieber beispielsweise ist an der Foto-Sharing-App Shots beteiligt. Für Bilder-Tweets bei Twitter (aktuell 57,3 Millionen Follower) nutzt Bieber alleine Shots. Aktuell soll sich Shots in Übernahmeverhandlungen mit Twitter befinden.

Startups bekommen „die Snoop-Maschine“

Snoop Dogg beteiligte sich vor Kurzem an einer Finanzierungsrunde der Viralsite Reddit und sucht derzeit offenbar weitere Investments: „Wir können die Startups mit Promotion unterstützen “, sagte Nick Adler, der mit seiner Agentur Cashmere Snoop bei seinen Investment-Tätigkeiten unterstützt, gegenüber Fast Company. Die Startups bekämen „die Snoop-Maschine“, wirbt Adler. „Seine Reichweite ist unglaublich. Er hat 60 Millionen Social Follower; sein Netzwerk ist der Wahnsinn.“

Auch Sportler suchen die Nähe zu den Startups und werben dabei mit ihrer Reichweite. Der Star-Basketballer Carmelo Anthony von den New York Knicks beispielsweise hat im Juli eine Venture-Firma gegründet; kurioserweise gemeinsam mit Stuart Goldfarb, einem ehemaligen Bertelsmann-Manager der Generation Middelhoff. Im Gespräch mit Techcrunch warf Anthony gegenüber potenziellen Geschäftspartner auch seine fünf Millionen Social-Media-Follower in die Wagschale. Im Netz finden sich unzählige weitere Beispiele für Promi-Investoren.

Equity-Anteil bei Werbeverträgen heute die Regel

Offenbar sind heute Unternehmensanteile immer häufiger auch Gegenstand von Werbeverträgen. Alan Hock vom Anwaltsbüro Moritt Hock & Hamroff berät Künstler beim Abschließen derselben. Früher hätten die Künstler bei einem Werbevertrag üblicherweise eine feste Summe und möglicherweise einen Anteil an den Verkäufen eines Produktes erhalten, so Hock gegenüber Business Week. „Die meisten der heutigen Deals, mit denen ich zu tun habe, beinhalten einen deutlichen Equity-Anteil.“ Bei fast allen Werbeverträgen werde zudem ein fester Social-Media-Output vereinbart. Viele seiner Klienten wollten aber nicht nur Anteile für ihre Werbedienstleistungen, sondern nützten die Gelegenheit auch, um einen Teil ihres eigenen Geldes in das jeweilige Unternehmen zu investieren, so Hock weiter.

Laut PriceWaterhouseCoopers sollen im vergangenen Jahr 7,1 Milliarden US-Dollar in Internet-Firmen investiert worden sein – so viel wie seit dem Jahr 2001 nicht mehr. Offenbar ist das Geschäft mit den Beteiligungen so lukrativ geworden, dass mittlerweile eigene Firmen entstanden sind, die sich auf die Vermittlung zwischen Startups und Promis spezialisiert haben.

Für einige Künstler und Sportler haben sich solche Beteiligungen bereits als sehr gewinnbringend erwiesen. U2-Sänger Bono etwa soll in den vergangenen Jahren mehr mit seinen Anteilen an Facebook als mit seiner Band verdient haben. Basketballer LeBron James war an Beats by Dr. Dre beteiligt und soll durch die Übernahme des Unternehmens durch Apple 30 Millionen US-Dollar eingenommen haben. James’ Jahresgehalt bei den Miami Heat beläuft sich angeblich auf 19 Millionen US-Dollar.

Peinlicher Fauxpas von Kutcher

Auch Ashton Kutcher dürfte mit seiner Beteiligung an Skype nach der Übernahme durch Microsoft (Kaufpreis: 8,5 Milliarden US-Dollar) nicht schlecht verdient haben. Ob sich die Investition in den Muse-Hersteller Interaxon lohnt, wird sich noch zeigen müssen. Mit seinem Tweet über das „Brain Fitness Wearable“ hat Kutcher dem Unternehmen wohl eher einen Bärendienst erwiesen. Denn wie sich herausstellte, hatte Kutcher das von ihm gepostete Foto von Muse gar nicht selbst gemacht, sondern sein Name war mit Photoshop eingefügt worden. Das Originalbild stammt von dem Journalisten Tom Emrich. „Ich hab das Bild an meinen schmutzigen Fußboden wiedererkannt“, so der Kanadier.

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