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Facebook ist down und ein Holländer jubelt

Tom Sanders betreibt in 25 Ländern Störmeldeseiten und generiert mit jedem Ausfall Traffic

Symbolbild

Nur das Outfit stimmt nicht ganz: So dürfte sich Tom Sanders gestern auch gefreut haben.


Gestern ging für viele Internet-Nutzer fast die Welt unter: Facebook war nicht mehr zu erreichen und auf Twitter explodierte das Hashtag #Facebookdown. Doch einer dürfte sich über die bereits dritte Downtime des Social Networks in diesem Monat mächtig gefreut haben: Tom Sanders. Der ehemalige Journalist betreibt von der nordholländischen Stadt Haarlem aus insgesamt 25 Websites in mehreren Sprachen, die über Störungen und Ausfälle im Web informieren. „So viel Besucher wie gestern hatten wir noch nie auf der Seite“, so Sanders heute. Gegenüber Online Marketing Rockstars erklärte er, wie er Störungen findet und wie er mit seinen Diensten Geld verdient.


Tom Sanders

Tom Sanders

Die deutsche Seite allestörungen.de gehört zu Tom Sanders’ Startup Serinus42, das die Software Downdetector entwickelt. Diese bildet die Grundlage für die deutsche Version und das Downdetector-Netzwerk. Insgesamt hat Sanders die Webseite in 25 Ländern gestartet, darunter Brasilien, Indien und Mexiko. „Wir erreichen mit diesem Netzwerk zwischen fünf und sechs Millionen Unique Visitors pro Monat – weltweit“, sagt Sanders gegenüber Online Marketing Rockstars. Und an Tagen wie gestern, als Facebook am Abend weltweit down war, funktioniert Downdetector noch besser. „Wir haben noch nie mehr Traffic pro Stunde gesehen, seit wir gestartet sind“, sagt Sanders. Allein der Facebook-Fehler schwemmte 500.000 Visits pro Stunde auf die Seiten des Netzwerks inklusive allestörungen.de.

Die Anzahl an Störungsmeldungen zu Facebook in den letztn 24 Stunden.

Die Anzahl an Störungsmeldungen zu Facebook in den letztn 24 Stunden.

Mit Lokalisierung zu viel internationalem Traffic

Wer allestörungen.de besucht, landet auf einer Startseite, auf der über 200 Online-Dienste und Services gelistet sind. Von Apple Music über Twitter bis zu Wetter Online und Bing. Auf den Detailseiten zu den Diensten findet der Nutzer das Störungsfeld. Hier meldet die von Sanders Startup entwickelte Software, ob es Störungen des jeweiligen Services gibt. Zusätzlich können Nutzer selbst angeben, ob es gerade Probleme gibt, Kommentare abgeben und die letzten Service-Tweets des jeweiligen Unternehmens lesen.

Tom Sanders beschreibt Downdetector als „Wettermann der digitalen Welt“. Die Software analysiere vor allem Twitter in Echtzeit und andere nicht genannte Quellen, um Störungen so schnell wie möglich zu melden. Zusätzlich werden die Meldungen über einen Twitter- und Facebook-Account verteilt. „Wir bieten Informationen, die Dienstleister gar nicht herausgeben wollen“, sagt Sanders. Bemerkenswert ist die Lokalisierung der Webseite in den einzelnen Ländern: In den USA stehen Comcast und Time Warner Cable ganz oben, in Deutschland die Telekom und Unitymedia. Das ist besonders für den Google-Traffic wichtig. So erhöht Downdetector seine SEO-Keywords mit jedem Start in einem neuen Land.

In diesen Ländern ist das Downdetector-Netzwerk am Start.

In diesen Ländern ist das Downdetector-Netzwerk am Start.

Jede Menge Traffic – jede Menge Werbung

In Deutschland verzeichnet Downdetector mit allestörungen.de laut SimilarWeb an die 500.000 Visits im Monat. Searchmetrics weist für Suchbegriffe wie „Facebook down“, „Kabel Deutschland Störung“ und „Facebook geht nicht“ jeweils Platz 1 für allestörungen.de bei der Google-Suche aus. Kein Wunder, dass über 70 Prozent der Seitenzugriffe über Suchmaschinen auf der Störungsseite landen. Die meisten Nutzer kommen aber aus den USA: downdetector.com verzeichnet fast zwei Millionen Visits im Monat bei 80 Prozent Suchmaschinentraffic. Das muss man doch zu Geld machen, dachte sich auch Tom Sanders.

Eine Detailseite bei allestörungen.de: Viele Banner, Adsense und Ligatus.

Eine Detailseite bei allestörungen.de: Viele Banner, Adsense und Ligatus.

Die Monetarisierung der Störungsseiten von Tom Sanders verteilt sich auf einige der üblichen Verdächtigen im Banner-Business. Die Vermarktung der klassischen Display-Banner läuft über die RTB-Plattform von Rubicon Project. Pro Seitenaufruf werden im Durchschnitt drei Adsense-Anzeigen geladen sowie zwei Contentblöcke von Taboola bzw. in Deutschland und den Niederlanden von Ligatus.

Was das in Summe an monatlichen Umsätzen macht, wollte uns Tom Sanders dann zwar nicht verraten, einen Schätzwert haben wir natürlich trotzdem errechnet. Bei einem durchschnittlichen TKP (Tausend Kontakt Preis) von einem Euro und etwa 10 Millionen Pageviews kommt Sanders auf monatliche Einnahmen von über 10.000 Euro – das ist natürlich ein Näherungswert. Das Projekt ist so international, dass die Preise für Anzeigen von Land zu Land unterschiedlich sind. Zusätzlich baut sich Sanders ein zweites Standbein auf: Er verkauft die Software in einer Pro-Variante an Unternehmen, die damit laut Sanders ihre eigenen Probleme tracken oder Services, auf die sie in ihrer täglichen Arbeit angewiesen sind. In der einfachsten Variante kostet das knapp 30 US-Dollar im Monat, wer den Service in seine eigene Software integrieren will, zahlt ab 480 US-Dollar monatlich. Nach eigenen Angaben nutzen Sony, die Deutsche Telekom und die Commerzbank den Service bereits.

Vielen Dank an Andre Alpar für den Hinweis. Wir hoffen, du hast die Zeit ohne Facebook gut überstanden.

 
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