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Wie Wendy’s mit nur einem Tweet kostenfrei Werbekontakte im Millionenwert generiert

Warum sich humorvolle Social-Media-Aktionen lohnen können


Kostenlos Massen von Werbekontakten für das eigene Produkt zu generieren, ist der feuchte Traum eines jeden Marketingmachers. Die US-Fast-Food-Kette Wendy’s hat in den vergangenen Tagen enorme Aufmerksamkeit erfahren – nur, weil sie auf die Frage eines Teenagers bei Twitter eine lustige, absurde Antwort gab. OMR zeigt den Impact, den ein Tweet haben kann und rechnet durch, warum sich die Aktion in jedem Fall rechnen dürfte.

Wie so häufig in solchen Fällen war das Ganze als Spaß gestartet: „Yo Wendy’s, wie viele Retweets für ein Jahr lang Chicken Nuggets kostenlos?“ – diese Frage richtet Carter Wilkerson, ein 16-jähriger Schüler aus Reno in Nevada, am vergangenen Mittwoch über Twitter an das Unternehmen. Wendy’s, mittlerweile für den humorvollen Twitter-Account bekannt, antwortet trocken: „18 Millionen.“ Wilkersons Reaktion: „Quasi schon geschehen.“

PewDiePie retweetet

Er habe gedacht, seine Freunde würden seine Antwort lustig finden, so Wilkerson gegenüber dem Reno Gazette Journal. Das taten sie offenbar auch – aber noch mehr: Sie retweeteten Wilkersons Tweet mit einem Screenshot der Antwort Wendy’s sowie der Aufforderung in Großbuchstaben „Helft einem Mann, seine Nuggets zu bekommen“. Der Schneeball kommt ins Rollen und schnell nimmt die Sache ungeahnte Ausmaße an. Am folgenden Tag retweetet zunächst die Gaming-Handelskette Gamestop den Tweet und dann mit PewDiePie der reichweitenstärkste Youtuber der Welt. „In jeder Schulstunde packte ich mein Handy weg, und als ich es am Ende der Schulstunde wieder herausgenommen hatte, waren es 100.000 Retweets mehr“, so Wilkerson gegenüber dem Telegraph.

In den folgenden Tagen springen andere bekannte Marken auf den Zug auf, reagieren auf Wilkersons Aktion und versuchen so nicht nur, sich sympathisch zu geben, sondern auch einen Teil der Aufmerksamkeit für sich abzuzweigen: Apple Music, Google, Amazon, LinkedIn, United Airlines, Microsoft und Twitter selbst schicken unterstützende Worte. Weil im Screenshot zu sehen ist, dass Wilkerson Kunde vom Mobilfunkbetreiber AT&T ist, unterbreitet ihm John Legere, CEO von T-Mobile in den USA, ein Angebot: „Tut mir leid, dass Du bei AT&T bist. Wechsel zu T-Mobile und ich verschaffe Dir ein Jahr lang Wendy’s Nuggets kostenlos und mehr. Ernsthaft!“

Auf Platz drei der Alltime-Tweets

Bis heute verzeichnet der Tweet 2,3 Millionen Retweets. Ist es denkbar, dass der Schüler die vorgegebenen 18 Millionen noch erreicht? Sieht man sich die Zahlen der bislang am häufigsten retweeteten Tweets an, erscheint das zweifelhaft: Das Oscar’s-Selfie von Ellen Degeneres liegt mit 3,28 Millionen Retweets auf Platz 1, auf Platz zwei folgt mit 2,46 Millionen Retweets eine freundschaftliche Nachricht von Louis Tomlinson, Mitglied der Boyband One Direction, an seinen Bandkollegen Harry Styles. Wilkersons Tweet liegt derzeit auf Rang drei.

Wendy’s hat also nach derzeitigem Stand eine enorme Aufmerksamkeit absolut kostenlos generiert (von den Personalkosten des Social Media Teams abgesehen). Vermutlich wird sich das Unternehmen gegenüber dem Schüler trotzdem großzügig zeigen. Und selbst wenn es Wilkerson dreimal am Tag eine Kombi aus zehn Chicken Nuggets, einem Getränk und einer Beilage spendieren würde, käme dies, wenn man den Verkaufspreis von knapp sechs US-Dollar (der Einkaufspreis dürfte ein Bruchteil davon betragen) auf 365 Tage hochrechnet, Kosten von 6.570 US-Dollar gleich.

TKP im Cent-Bereich

Berücksichtigt man nun, dass die 2,2 Millionen Retweets nicht nur auf Twitter für ein Vielfaches an Kontakten gesorgt haben, sondern dass auch die internationale Presse über die Viralphänomen berichtet hat, dürfte sich der TKP selbst in diesem Fall höchstens im Cent-Bereich bewegen. Google News listet bei einer Suche nach „wendys nuggets“ für die vergangenen sieben Tage ganze 2.320 Ergebnisse. In Deutschland hat heute auch die Bild-Zeitung berichtet.

Für Wendy’s ist es nicht das erste Mal, dass das Unternehmen über Social Media massiv Aufmerksamkeit generiert. Anfang des Jahres hatte eine bissige, humorvolle Antwort auf die Anschuldigung eines Nutzers, dass Wendy’s entgegen der eigenen Behauptungen doch tiefgekühltes Fleisch für Burger verwende, auf Twitter und darüber hinaus Wellen geschlagen. Schon damals hatten andere Nutzer getwittert, dass sie wegen der Arbeit des Social-Media-Teams erstmals ein Wendy’s-Restaurant aufsuchen wollten.


Der Aktienentwicklung von Wendy’s dürften auch die jüngsten Ereignisse weiter zuträglich sein.

Die Entwicklung des Aktienkurses von Wendy’s (Quelle: Google)

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